Samstag, 24.06.2017 14:03 Uhr

Bundesministerin Wanka forciert kulturelle Bildung

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 16.06.2017, 17:58 Uhr
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Medienkompetenzpreis Mitteldeutschland
Medienkompetenzpreis Mitteldeutschland  Bild: Offener Kanal Magdeburg

Magdeburg [ENA] Die Ministerin für Bildung und Forschung (BWBF) Prof. Dr. Johanna Wanka geht von dem Grundsatz aus, Kultur macht starke Bündnisse für Bildung und sieht dabei besonders die Jugend im Mittelpunkt. Im Focus der Bundesministerin stehen dabei die Förderung der außerschulischen Maßnahmen,

der Kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche und auch Benachteiligte. Die außerschulischen Taten im kulturellen Bereich sieht sie in der Lese- und Sprachförderung, genauso unterstützt sie aber auch Tanz, Theater, Zirkusprojekte bis hin zur Mediengestaltung und Bildenden Kunst. Gerade die Medienkompetenz zieht die jungen Menschen an. Und dieses Interesse setzte der Mitteldeutsche Rundfunk in der Praxis um.

Anziehungspunkt für junge Menschen: Die Medienkompetenz

Er schrieb öffentlich einen "Medienkompetenzpreis" Mitteldeutschland aus. Namhafte Juroren aus dem Medienbereich stellten sich zur sachlichen Bewertung zur Verfügung. So erhielt für das Projekt in der Kategorie "Bestes medienpädagogisches Projekt in der Kategorie Kinder bis 12 Jahre" eine Auszeichnung. Die jeweils mit Zweitausend Euro dotierten Auszeichnungen in insgesamt 5 Kategorien werden alle zwei Jahre vom Mitteldeutschen Rundfunkt gemeinsam mit den 3 Ostdeutschen Medienanstalten verliehen.

Der Medienkompetenzpreis zeichnet herausragende Projekte aus

"In Anbetracht von Phänomenen wie Filterblasen und Fake News ist Medienkompetenz dringlicher denn je", begründete die MDR-Intendantin Karola Wille die Schaffung des Medienkompetenzpreises. "Wer Medien nicht analysieren und für sich einordnen kann, dem fehlt eine unabding- bare Voraussetzung zur Teilhabe an unserer Gesellschaft, ja, an der Demokratie. Mit dem Medienkompetenzpreis Mitteldeutschland zeichnen wir herausragende Projekte aus, um auch andere anzuregen, sich für solche Themen zu engagieren."

Lesekino – Von der Geschichte zum Film

Das Projekt des Offenen Kanals Magdeburg "Lese-Kino - Von der Geschichte zum Film" fand im vergangenen Jahr in Kooperation mit der Stadtbibliothek Magdeburg, dem Deutschen Familienverband Sachsen-Anhalt sowie dem Stadtteiltreff Oase an insgesamt 3 Orten - Hort Evangelisches Schulkinderhaus – , Grundschule am Umfassungsweg und der Grundschule An der Klosterwuhne – statt.

Theater-Pädagoginnen betreuten 100 Kinder beim Filmprojekt

"Ziel war es, Kindern im Alter von 8-10 Jahren die Möglichkeit zu geben, innerhalb einer Woche einen eigenen Film zu drehen, dabei einen reflektierten Medienumgang zu erlangen und sie gleichzeitig spielerisch ans Lesen heranzuführen", erklärte die Geschäftsführerin Offener Kanal Magdeburg Bettina Wiengarn. Unter Leitung der Medien- und Theaterpädagoginnen Katharina Remiorz und Sandy Gärtner besuchten die rund 100 teilnehmenden Kinder während der einzelnen Projekttage zunächst die Stadtbibliothek Magdeburg, in der sie sich eine Geschichte aussuchten, die sie mit ihren eigenen Ideen und Wünschen erweiterten und modifizierten.

An zwei Tagen Erlernen von Schauspiel- und Filmtechniken

"Zwei Tage lang lernten die Kinder anschließend Schauspiel- und Filmtechniken kennen. An drei Tagen setzten sie ihre Geschichte filmisch um. Gefilmt wurde mit Tablets, die der Offene Kanal für das Projekt angeschafft hatte. Sie wurden von den Kindern nach kurzer Zeit virtuos genutzt. Anschließend wurden sie auf großer Leinwand im Moritzhof-Kino aufgeführt", erklärte Bettina Wiengarn.

"Lese-Kino – von der Geschichte zum Film" wurde im Rahmen des Programms "Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, vom Deutschen Bibliotheksverband und von der Stiftung digitale Chancen gefördert. Diese Filme sind im Life-Stream unter www.ok-magdeburg.de zu sehen.

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