Mittwoch, 16.06.2021 12:53 Uhr

Riesen-Umbau bei der UBS Schweiz

Verantwortlicher Autor: Reto Turotti Zürich, 11.06.2021, 08:09 Uhr
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Zürich [ENA] Unter Neu-Chefin Keller-Busse rollen die Köpfe im Multipack. Bekannte Karin Oertli ersetzt durch No-Name-Frau. Digital-Cracks? Fehlanzeige. Kaum im Amt, greift Sabine Keller-Busse zum Zweihänder. Quer durch die UBS Schweiz installiert sie ihre Gefolgsleute. Die Aufsteigerin verschont keinen. Selbst die von vielen gelobte Karin Oertli, Leiterin des ganzen Backoffice in der UBS Schweiz, ist weg – wegbefördert von

ihrer neuen Chefin. Oertli bleibt zwar gemäss Organigramm im „Executive Board“ der UBS Schweiz, mit einem neuen, wohlklingenden Titel: Head Group Compliance, Regulatory & Governance Transformation. Je wolkiger, desto unbedeutender. Ihren Hauptjob hat sie in Group Compliance bei Markus Ronner, Chef Compliance der Gruppe. Richtig am Fuhrwerken ist Bossin Busse in den Regionen. No mercy lautet dort die Devise der Spitzenmanagerin, die eine besondere Nähe zu UBS-Präsident Axel Weber haben soll. In Zürich geht Adriaan Koppejan, ihn ersetzt eine Frau, Christa Emminger. Sie leitete zuvor die Region Aargau-Solothurn, dort springt interimistisch Patrick Hofmann ein. Unterstützung erhält der Statthalter von Thomas Sommerhalder,

Managing Director der UBS und Kenner der Region. In der Ostschweiz muss Hanspeter Thür weichen, der neue starke Mann ist dort Gian-Reto Staub. Und eine Frau, Bettina Gürtler, sie leitet das Retail Banking in der Region. Die Romandie schliesslich wurde bisher von Cyril Meury geführt, der geht, es folgt Gabriel Epiney, der zuvor für die Reichen der UBS im Wallis zuständig war. Bei den frisch Gekürten handelt es laut einer Quelle mehrheitlich um enge Vertraute von Keller-Busse, welche dieser „seit Jahren“ am Rockzipfel hängen würden. Deren Stärke läge in den Prozessen, nicht im Digitalen. Sprich: Die UBS Schweiz würde neu von Beton- statt Kreativ-Köpfen beherrscht. Wie sehr Keller-Busser auf Loyalität und Vertrautheit setzt, zeigt sich beim

Posten des COOs für den Bereich UBS Schweiz, dem Chief Operation Officer, der alten Position der eingangs erwähnten Karin Oertli also. Die Position hält wiederum eine Frau, und zwar eine Sabine Magri. Magri studierte Politische Wissenschaften in Nürnberg und hat an der dortigen Uni dissertiert. Bei der UBS ist sie seit 10 Jahren, stets nahe bei Keller-Busse, so im Personal und danach in Group Operations. Magri rede und rede, meint eine Auskunftsperson. Gekannt habe sie bisher aber kaum jemand innerhalb der UBS Schweiz. Aus der UBS ist zu vernehmen, dass Magri zu ihrer Zeit im Personalbereich, der damals von Keller-Busse geleitet wurde, beim digitalen Umbau stark involviert gewesen sei.

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