Donnerstag, 26.11.2020 13:13 Uhr

CS floppt zum Start mit Billig-App CSX

Verantwortlicher Autor: Reto Turotti Zürich, 27.10.2020, 10:12 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Wirtschaft und Finanzen +++ Bericht 4044x gelesen

Zürich [ENA] Trotz grossspuriger Ankündigung scheiterten Kunden an Swisscom-Identifikation. In sozialen Medien hagelt’s Kritik. Revolut muss sich warm anziehen. So die Hoffnung der Credit Suisse, die übers Wochenende mit ihrer neuen Billig-App CSX loslegte. Die Erfahrungen zum Start zeigen nun, dass sich Revolut, die deutsche N26 und die Schweizer Neon noch keine allzu grossen Sorgen machen müssen. So berichtet ein CS-Kunde,

der via sein Handy ein CSX-Billig-Konto eröffnen wollte, von ungeahnten Abstürzen. Beim Registrieren sei sein Handy-Bildschirm an jenem Punkt „eingefroren“, an dem er über Swisscom die Identifikation vornehmen musste. Nun blieb ihm nur das Schlangestehen im CS-Callcenter. Genau das, was den CS-Kunden dank CSX erspart bleiben soll. Das Problem liegt bei der Swisscom. Der Telekomriese hat offenbar Mühe mit Handys von Huawei. Obwohl es sich im Fall dieses Kunden um eines der neuesten Generation handelt. Am Ende steht trotz Swisscom die CS im Regen. Die Grossbank verspricht ein tolles Angebot zu null Kosten. „Die allermeisten Eröffnungen erfolgen reibungslos“, meinte gestern Abend ein CS-Sprecher.

„Es ist bekannt, dass es bei vereinzelten Modellen des Herstellers Huawei bei unserem externen Service Provider für die Video-Identitätsprüfung zu Kompatibilitätsproblemen im Bereich der Kameraauflösung kommen kann, was kein Credit Suisse spezifisches Thema ist.“ Die CS schiebt die Schuld auf die Swisscom. Das kommt bei den Kunden nicht gut an. Schon Twint hatte dies bei seinen Abstürzen erfahren. Experten zeigten sich gestern ernüchtert vom CS-Digital-Angebot. „Zweiter Akt: aus einer Wartezeit von 62 Sekunden werden 11 Minuten“, schreibt Digitalmedia.ch, ein Blog zu Digitalangeboten von Banken. Statt ein neues CSX-Konto reibungslos via Handy zu erhalten, landet auch der Tester von Digitalmedia.ch im Callcenter der Bank.

Dort habe man ihm mitgeteilt, dass es sich um ein IT-Problem handle und man nun „ein Ticket“ eröffnet habe. Fazit von Digitalmedia zu CSX: „Lieber eine App, die spielerisch einfach ist, als eine Bank, die Analoges auf digital macht.“ Auf Twitter tönt dies dann so: „30 Minuten, um ein Konto zu eröffnen – ein falscher Ausweis – Revolut ist immer noch weit voraus!“......

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