Freitag, 14.12.2018 17:41 Uhr

Moral gezeigt und doch wieder verloren

Verantwortlicher Autor: Prof.h.c.Winfried Laube Berlin, 01.12.2018, 07:02 Uhr
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Berlin [ENA] Moral gezeigt und doch wieder verloren: Preussen Berlin unterliegt den TecArt Black Dragons 2:4.Vor dem Spiel wurde bekannt, dass das Präsidium von Preussen Berlin auch in Zukunft mit Uli Egen als Cheftrainer plant, somit sind die Weichen für Planungen und Gestaltungen für die neue Saison 2019/2020 gesichert. Nach drei hohen Niederlagen in Folge (4:23 Tore) und einer klaren Traineransprache von Uli Egen

bei der letzten Pressekonferenz in Berlin gegen die Crocodiles Hamburg kam heute mit dem Tabellenelften TecArt Black Dragons die Mannschaft in die Eissporthalle Charlottenburg, die von den Berlinern im „Hinspiel“ geschlagen werden konnte. Allerdings verließ Preussen Berlin erst zweimal in dreizehn Heimpielen als Sieger das Eis, das sprach ganz klar für die Gäste aus Erfurt. „Heute haben wir Moral gezeigt und ein anderes Gesicht als letzte Woche“ resümierte Uli Egen sichtlich vom Ergebnis enttäuscht nach dem Spiel auf der PK und bekam dafür Applaus. Doch es hat wieder nicht gereicht, um das Spiel für sich zu entscheiden. Preussen Berlin verlor das Heimspiel gegen die TecArt Black Dragons vor leider wieder nur 165 Zuschauern 2:4.

Bisherige Saison-Bilanz aus Berliner Sicht: Erst zwei Siege aus 18 Spielen, das ist einfach zu wenig um wenigstens die rote Laterne wieder an Braunlage abzugeben. Denn die Harzer Falken werden alles daran setzen noch im Kampf um Platz 11 einzugreifen. Davon können die Preussen derzeit nur träumen. Heute hieß es also vor dem Spiel alles oder nichts! Denn die drei Punkte mussten unbedingt eingefahren werden, um den Rückstand auf die Mannschaft aus dem Harz nicht noch größer werden zu lassen. Nur 168 zahlende Zuschauer im Schnitt sind zum Vorjahr noch einmal eine Verschlechterung, was der Tabellensituation und den hohen Niederlagen geschuldet ist.

Die Ambitionen zum Saisonstart waren zu hoch, der Artikel im Tagesspiegel „Preussen greift die Eisbären an“ war unrealistisch und schürte bei den Fans Hoffnungen, die aufgrund des Kaders, trotz eines guten Trainers, nicht erfüllt werden konnten. Schliesslich handelt sich bei den meisten Spielern um „Halbprofis“, die nebenbei arbeiten gehen. Und der finanzielle Etat reicht trotz der vielen treuen Sponsoren auch nicht aus, um grosse Sprünge zu machen. Und Uli Egen kann auch nicht zaubern, sondern nur mit dem Kader arbeiten, der ihm zur Verfügung steht. Trotzdem reißt bei einigen Berliner Preussen Fans langsam aber sicher der Geduldsfaden, was bei der jetzigen Situation und der Art und Weise wie das Team teilweise auftritt auch verständlich

ist. Uli Egen sprach das körperlose Spiel an und die Einstellung einiger Spieler zu ihrem Beruf. „Das grenzt schon an Urlaub, was einige Spieler hier abliefern.“ Das waren klare und wie viele fanden auch ehrliche Worte. Das Ziel die Mannschaft damit an ihre Ehre zu packen und wachzurütteln hat beim darauf folgenden Auswärtsspiel in Duisburg (0:8) nicht geklappt. Es folgte nicht die vom Trainer und Fans erhoffte Reaktion. Und doch gab es nicht zu vergessen auch Lichtblicke und gute Spiele der Preussen. Die unglückliche und knappe Heimniederlage kurz vor Schluss gegen Duisburg, das grandiose Heimspiel gegen die Hannover Indians, was leider auch knapp verloren wurde und natürlich der Punktgewinn bei Spitzenreiter und Meister Tilburg.

Da hat die Mannschaft gezeigt was in ihr steckt und zu welcher Leistung sie in der Lage sein kann. Doch Sport hat auch sehr viel mit Psychologie zu tun, denn wenn das Selbstvertrauen fehlt ist die Basis für eine gute Leistung nicht gegeben. Bereits vor dem Spiel wurde das ausgegebene Saisonziel Platz 10 zu erreichen korrigiert. Es heisst nun: den sportlichen Abstieg verhindern. Alles andere wäre zum jetzigen Zeitpunkt auch sehr unrealistisch. Doch dazu wäre heute ein Sieg wichtig gewesen, denn den Harzer Falken gelang ein Punktgewinn in Duisburg, sodass der Rückstand auf Platz 12 nun schon 5 Punkte beträgt.

Am Sonntag geht es zum Angstgegner nach Herne, gegen die die Berliner bisher alle zehn Partien verloren haben, die letzte Niederlage (1:9) kassierten die Charlottenburger erst vor wenigen Wochen im Oktober in Berlin. Statistik: ECC Preussen Berlin – TecArt Black Dragons 2:4 (0:1/2:1/0:2) Tore: 0:1 07:37 Jakub Körner 0:2 31:23 Christoph Ziolkowski 1:2 37:46 Can Matthäs 2:2 39:18 Marvin Krüger 2:3 49:29 Tom Fiedler 2:4 59:14 Maurice Keil Strafminuten: ECC Preussen Berlin 8 - TecArt Black Dragons 10 Zuschauer:165

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