Samstag, 24.02.2018 12:52 Uhr

Leverkusen schoss sich ins Viertelfinale

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Leverkusen, 08.02.2018, 03:37 Uhr
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Leverkusen jubelt.
Leverkusen jubelt.  Bild: Sportfoto Bayer 04 Leverkusen

Leverkusen [ENA] Das war ein krimibehaftetes" DFB-Viertelpokalspiel. Der Bundesligist Bayer 04 Leverkusen erkämpfte sich nach einem dramatischen Match einen 4:2-Sieg gegen den bärenstarken SV Werder Bremen. Nach einem Blitzstart hatten die Werderaner mit 2:0 geführt.

Doch zwei Mal erstürmten die Leverkusener die "Werder-Festung" durch ihren "Angriffshelden" Julian Brandt, der vor und nach dem Halbzeitpfiff das 2:2-Unentschieden bis Ende der regulären Spielzeit erzielte. Doch in der Verlängerung entschied Bayer 04 Leverkusen durch eine geschickte Einwechslung die Partie mit 4:2 für sich. Vor dem Spiel rotierte das Personal-Karussell.

Vor dem Spiel rotierte das Personal-Karussell

Der Gast, bei den "Platzherren", Bremen, wechselte durch seinen noch jungen dynamischen Trainer Florian Kohfeld im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen Schalke 04 in der letzten Bundesligapartie für diesen Vergleich neu in die Stammformation: Johannsson, Januzowiz und Kainz. Dafür drückten Rashica, Gondorff und Belfodil die Bank. Der Leverkusener Coach Heiko Herrlich wechselte im Vergleich zur Null-Nummer gegen Freiburg drei Mal. Er startete neu mit Lars Bender, Volland und Brandt. Dafür mussten zunächst Bellarabi, Alario und Henrichs pausieren.

Der Werderaner Kruse war Passgeber und Vollender

Die Bremer stürmten sofort mit gezielter Vehemenz auf das Leverkusener Tor. Der Gefährlichste unter ihnen, Max Kruse, versuchte in der 4. Minute einen Kopfball zu platzieren. Dabei wurde er vom Gastspieler Tah umgestoßen. Den fälligen 11-Meter verwandelte er sofort selbst. Das war sein 12. Treffer vom Punkt. Und bereits 4 Minuten später fiel das 2:0 für den SVW. Und wieder war es Kruse, der durch eine kluge Abgabe nach rechts zu Johannsson den gefährlichsten Werder-Stoßstürmer bediente. Der reagierte sofort, als er den Keeper von Bayer - Leno - zu weit vor dem Tor sah.

Johannsson lupfte den Ball zum 2:0 ins Tor

Er lupfte den Ball über den zurückhechtenden gegnerischen Torwart zum 2:0 ins Tor. Dieser schnelle Rückstand verunsicherte den Gastgeber und seine eigenen Fans. Die Spieler leisteten sich im Mittelfeld außergewöhnlich viele Abspielfehler, so dass sie keine gefährlichen Angriffe starten konnten. Fast hätte der gleich Torschütze den nächsten Treffer versenkt. Die Ursache für das Werderaner Übergewicht - sie hielten mit gezielten Doppel- und Flachpässen den Ball in ihren eigenen Reihen. Doch nach 20 Minuten "tauten" die Gastgeber spielerisch merklich auf.

Die Leverkusener Flach-Pässe kamen jetzt besser an

Sie bevorzugten jetzt das Flach-Pass-Spiel zumeist über die Außen und schufen so echte Gefahr für die Gäste. In der 32. Minute erhaschte Kohr den Ball im Werder-Strafraum, leitete ihn sofort weiter zu Brandt, der zum 1:2 verkürzte. Doch danach verharrte Bremen nicht in Schock-Starre. Sie blieben auf Augenhöhe. In der 56. Minute verwandelte der spritzige und schusssichere Brandt ein Zuspiel mit einem effektvollen Schuss zum 2:1 ins rechte obere Eck.

Joker Karim Bellarabi entschied in der Verlängerung

Danach gab es auf beiden Seiten noch günstige Möglichkeiten durch teilweise elfmeterreife Situationen. So u.a. der Bayer Aranguiz (73. Minute). Die Verlängerung musste es richten. Der Trainer Herrlich wechselte Karim Bellarabi ein. Das war ein wichtiger Glücksgriff. In der 111. Minute verwandelte er einen Ball aus 6 Metern zum 3:2. Gleich 7 Minuten später erhöhte sein Klubkamerad Kai Havertz zum 4:2-Endstand. Die vielen tausenden Leverkusener Fans sangen danach: "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin." Dazu Heiko Herrlich: "So weit sind wir noch nicht. Ich bin glücklich, dass wir eine Runde weiter gekommen sind."

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