Geiger zieht sich aus dem Weltcup zurück.
Nordhorn [ENA] Klingenthal wird am kommenden Wochenende (12.–14. Dezember) anstelle von Lake Placid die nächsten Skisprung-Weltcup-Wettbewerbe ausrichten. Der Deutsche Ski-Verband (DSV) gab am Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt, dass Karl Geiger in der Sparkasse Vogtland Arena fehlen wird.
„Es läuft einfach alles schief. Wenn man schlecht springt, springt man auf jeder Schanze schlecht. Es sind dieselben Probleme wie bei den letzten Wettkämpfen aufgetreten. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Wir müssen etwas unternehmen. Vielleicht sollte ich etwas im Training ändern, oder vielleicht sollte ich zum Continental Cup zurückkehren“, sagte Karl Geiger, nachdem er sich in der Adam-Małysz-Anlage in Wisła zweimal nicht qualifizieren konnte. Der 32-Jährige hat seit Beginn des olympischen Winters nur 12 Punkte in der Gesamtwertung des Weltcups gesammelt.
Trainer Stefan Horngacher hat einen Plan für die ersten Schritte zur Verbesserung von Karl Geigers Form vorgestellt. Es handelt sich dabei nicht um Weltcup-Wettbewerbe, sondern um eine ruhige Trainingsphase ohne internationale Wettkämpfe. „Karl Geiger wird in Klingenthal nicht starten. Er wird die Zeit nutzen, um unter der Anleitung von Maximilian Mechler seine Technik zu verfeinern. Luca Roth wird seinen Platz im Weltcup-Team einnehmen“, so Horngacher, der seinen letzten Winter als Cheftrainer bestreitet. Für Roth werden es die ersten Starts der Saison 2025/26 sein. Der 25-Jährige stand im August beim Grand Prix in Courchevel auf dem Podium und ist aktuell Schützling von Thomas Thurnbichler im deutschen B-Team.
Das Herzstück des Heimteams in Klingenthal bilden Felix Hoffmann, Pius Paschke, Philipp Raimund und Andreas Wellinger. Trotz ähnlicher Probleme wie Geiger erhält dieser in Sachsen die Chance zur Wiedergutmachung. „Andreas Wellinger, der gar nicht so weit von der Spitze entfernt ist, wie seine Ergebnisse vermuten lassen, hat in den letzten Tagen mit Andreas Mitter in Ramsau trainiert. Andi freut sich auf den Wettkampf in Klingenthal. Er hat auf dieser Schanze bereits hervorragende Sprünge gezeigt“, sagte Horngacher in einer Pressemitteilung des DSV am Mittwoch.
„Wir freuen uns besonders auf das Weltcup-Wochenende in Klingenthal, da wir dort zum ersten Mal in diesem Winter vor heimischem Publikum springen. Die Unterstützung unserer Fans motiviert uns alle, und jeder im Team möchte seine Bestleistung abrufen. Wir kennen die Schanze gut. Wir wollen den positiven Schwung vom erfolgreichen Wochenende in Wisła mitnehmen und auch in Klingenthal um Podiumsplätze kämpfen. Wir haben zwei Athleten im Team, die aktuell in Topform sind – Philipp Raimund und Felix Hoffmann. Auch Pius Paschke zeigt einen Aufwärtstrend, und die große Schanze in Klingenthal sollte seinen Flugkünsten besonders entgegenkommen“, fügte der Österreicher hinzu.
Fünf deutsche Springerinnen werden beim Damenwettbewerb in der Sparkasse Vogtland Arena antreten: Selina Freitag, Anna Hollandt, Agnes Reisch, Katharina Schmid und Juliane Seyfarth. Die Gastgeberinnen werden daher nicht ihr volles Startkontingent von sechs Athletinnen ausschöpfen. „Unsere beiden Nachwuchstalente, Emely Torazza und Alvine Holz, bleiben dieses Wochenende zu Hause. Sie brauchen noch einige Trainingssprünge, um konstanter zu werden. Deshalb fahren wir nur mit fünf Spielerinnen nach Klingenthal“, erklärt Heinz Kuttin, der Trainer der deutschen Damenmannschaft.




















































