Samstag, 14.12.2019 06:19 Uhr

Wer sich auf die Bahn verlässt, der ist verlassen

Verantwortlicher Autor: Dipl. Ing. Marc Störmer Frankfurt am Main, 25.07.2019, 08:09 Uhr
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Frankfurt am Main [ENA] Nie war der Service der Deutschen Bahn schlechter. Seit der Privatisierung der Bahn im Januar 1994 ist es aus mit der Kundenzufriedenheit. Unzählige Bahnhöfe in ländlichen Gegenden wurden dicht gemacht, Strecken gestrichen und kein Cent in die maroden Bahnbrücken investiert. Weder für den Ausbau, noch in die Instandhaltung. Selbst tragische Bahnunglücke bringen die völlig überzahlten Manger der DB nicht zum Umdenken.

Gerade Geschäftsreisende und gerade Bahncardbesitzer, also Vielfahrer, kennen das Dilemma nur zu gut. Die ersten 50 km geht die Klimaanlage noch, doch dann wird es plötzlich schwülwarm im Wagon. Keine Seltenheit bei der DB. Doch das ist nicht alles, was im Schienenverkehr passieren kann. Wer eine mehrstündige Fahrt vor sich hat, der sollte in jedem Fall gut gefrühstückt oder gegessen haben. Denn wer sich darauf verlässt, dass im Speisewagen etwas angeboten wird, der ist verlassen. In sieben von zehn Fällen ist der Service eingeschränkt oder gar nicht vorhanden. Wegen technischer Probleme zumeist. Doch was wirklich dahinter steckt ist nicht selten falsche Planung der Logistik.

Einer Umfrage des SWR im Juni zur Folge, bei der 1000 Bahnreisende befragt wurden, äußerten sich rund 40 % der Befragten, sie seien eher unzufrieden bis sehr unzufrieden. Im Vergleich zu anderen Dienstleistungsbranchen mittels des anerkannten NPS (Net Promoter Score), eine statistische Messmethode über die Qualität eines Produktes, würde die Deutsche Bahn grottenschlecht abschneiden. Der Ansatz einer Qualität wäre gar nicht messbar. Nicht nur der Service bzw. das Serviceangebot im Zug, sondern insbesondere auch die Pünktlichkeit und damit Zuverlässigkeit der Bahn.

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