Dienstag, 21.05.2019 12:52 Uhr

Digitale Gesundheitswelt - Signale aus Rostock

Verantwortlicher Autor: Dipl.-Ing. Wilfried Rühle Rostock, 27.05.2017, 07:39 Uhr
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13.Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft Rostock- Warnemünde, 23. - 24.Mai 2017
13.Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft Rostock- Warnemünde, 23. - 24.Mai 2017  Bild: Dipl.-Ing. Wilfried Rühle

Rostock [ENA] "Mensch und Markt in der Digitalen GesundheitsWelt" - so der Arbeitstitel der 13. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft 2017, zu der Herr Erwin Sellering, Ministerpräsident des Landes Mecklenburg Vorpommern, einlud. Über 700 Experten diskutierten die richtungsweisenden Erfordernisse.

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen entwickelt sich weltweit in einem rasanten Tempo. Schon jetzt zeichnet sich ein Paradigmenwechsel als unvermeidbar ab, weil sich grundlegende Veränderungen abzeichnen. Das betrifft die Rolle des Patienten ebenso wie die des Arztes im Prozess einer völligen Umgestaltung des Gesundheitswesens. Diese Grundaussagen zogen sich durch alle Beiträge und Diskussionen. Prof Dr. Marek Zygmunt, Präsident der Nationalen Branchenkonferenz, konnte das Beispiel Estland, als diesjähriges Partnerland besonders hervorheben, weil es auch im Weltmaßstab die Nase vorn hat und die Erfahrungen der Digitalisierung im Gesundheitsbereich für Deutschland genutzt werden können.

Die Verknüpfung aller bereits heute verfügbaren Daten würde ein werte - und evidenzbasiertes Gesundheitswesen ermöglichen, das eine datenbasierte Gesundheitsversorgung sichern kann, so Dr. Stefan Schaller, Siemens Healthcare, Erlangen. Das Beispiel der 3D Technologie für zukunftsweisende Lösungen in der Endoprothetik, vorgetragen von Holger Wolf, AQ Implants GmbH, war ein Synonym für das hohe Tempo in der High-Tech - Spezialisierung. Die Datensicherheit, Ethik und die rechtlichen Grundlagen waren Schwerpunkte, die teilweise kontrovers diskutiert wurden.

Die Versorgungsforschung und -steuerung erhalten eine neue Dimension. Die analytische Durchdringung der relevanten Daten lassen Tendenzen erkennen, die auch eine aktive Prävention in einem neuen Licht erscheinen lässt. Allein die Einschätzung, dass sich die Menge an gesundheitsbezogenen Daten ab 2020 alle 73 Tage verdoppeln soll, macht deutlich, mit welchem rasanten Tempo in der Digitalisierung gerechnet werden muss. Dabei soll nicht vergessen sein, dass der Patient im Mittelpunkt zu bleiben hat. Aus der Fülle der Beiträge sind es die gegenwärtigen Herausforderungen, die vom Arbeitspräsidium als Fazit gebündelt und der Politik und Gesundheitswirtschaft zur Verfügung gestellt werden. Deutliche Signale zur Digitalisierung aus Rostock.

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