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Boll ist toll

Verantwortlicher Autor: Sharon Oppenheimer Vancouver, 01.12.2019, 16:14 Uhr
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Vancouver [ENA] Kein anderer deutscher Regisseur wurde kontroverser diskutiert: die einen halten ihn für den schlechtesten Regisseur aller Zeiten, als künstlerischen Erben von Ed Wood, obwohl Boll bestimmt keine Damenunterwäsche trägt wie Wood es tat. Im Internet gibt es Anti-Boll-Seiten und Foren und in der Realität ein sabbernde Meute von Kritikern und Schreiberlingen, die fleißig Uwe Boll verreißen.

Andere wiederum halten den promovierten Filmschaffenden für einen Ausnahmekünstler und ein verkanntes Genie. Fakt ist: kaum ein anderer deutscher Regisseur ist so produktiv und lehnt sich soweit aus dem Fenster wie er. In zwanzig Jahren drehte er mehr als dreißig Filme, neben der Verfilmung von Computerspielen, wagte sich Uwe Boll in den letzten Jahren auch an schwierige Themen heran: 2009 entstand der Film „Darfur“ über den Völkermord im Südsudan. In diesen Filmen zwang Uwe Boll den Zuschauer hinzusehen, wie kein es anderer zuvor getan hatte. Mit den Film „Darfur“ und hat er zwei Werke geschaffen, die absolut sehenswert sind.

Neben der Verfilmung von Computerspielen, wagte sich Uwe Boll in den letzten Jahren auch an schwierige Themen heran: 2009 entstand der Film „Darfur“ über den Völkermord im Südsudan. In diesen Filmen zwang Uwe Boll den Zuschauer hinzusehen, wie kein es anderer zuvor getan hatte. Mit den Film „Darfur“ und hat er zwei Werke geschaffen, die absolut sehenswert sind. Kontrovers ging es um die beiden Streifen zu: „Auschwitz“ wurde 2010 der Film zur Berlinale eingereicht, wurde aber, aus welchen Gründen auch immer, nicht gezeigt.

Er drehte mit mit Stars wie Ben Kingsley, Jason Statham oder Christian Slater. In letzter Zeit ist es jedoch ruhig um Uwe Boll geworden. Seit 2016 betätigt sich Uwe Boll als Gastronom. In Vancouver, Kanada eröffnete er ein Restaurant namens „Bauhaus“ und erhielt Bestnoten. Ein Blick auf die Speisekarte zeigt, es handelt sich um solide Kost, einfallsreich, aber nicht ausgeflippt. Die Gäste schwärmen, es ist eine exquisite kulinarische Erfahrung, nobles Ambiente, exzellenter Service und das Essen ... ein bisschen davon ein bisschen davon ... in zwei Worten zusammengefasst: "Just Perfect".

Im Sommer verkündete Uwe Boll (eigentlich Dr. Uwe Boll, denn er ist promovierter Germanist) seinen Gang in die Politik. "Filme regen zum Denken an, ändern aber politisch nichts," sagt er. DHD - Das haus Deutschland steht für soziale Gerechtigkeit, Tier- und Umweltschutz und stellt Ökologie, Prinzipien und Werte über die Idee vom pausenlosen Wirtschaftswachstum.

"Glauben wir wirklich, dass nachdem nun die SPD ins Nichts absteigt, die CDU sich mit einer AKK an der Spitze selber verkleinert, die Linken und die AFD im Prinzip Ein-Themen-Parteien sind, die Grünen nun das Allheilmittel darstellen, obwohl sie seit 30 Jahren in zig Parlamenten und Regierungen sitzen. In 30 Jahren haben die Grünen weder die Atomkraft, noch Kohlekraftwerke abgeschaltet oder Hühnerlegebatterien verboten. Die Bilanz der Grünen ist verheerend, deshalb werden sie ja jetzt auch von der Industrie geliebt," sagt Uwe Boll.

"Warum haben Sie aufgehört, Filme zu machen?", frage ich ihn. "In der heutigen Zeit brauchst du Netflix, Amazon oder ein großes Netzwerk, das dich unterstützt und die Show finanziert. Früher konnte man etwas produzieren und dann verkaufen. Diese Zeiten sind vorbei." meint er. "Wenn Sie noch einmal einen Film drehen würden, mit welchen israelischen Schauspielern würden Sie gerne arbeiten?" - "Milli Avital ist in allem, was sie tut gut und natürlich ist Gal Gadot, jetzt ein Star, weil sie Sinn für Humor hat. Als männlichen Darsteller würde ich Zachi Noy wählen, einfach weil er eine Legende ist." verrät er mir.

"Wenn Sie noch einmal einen Film machen würden, mit welchem internationalen Star würden Sie gerne arbeiten?" "Mit Diljit Dosanjh, er ist ein aufstrebender Star in Bollywood und ich würde ihn mit hochkarätigen US-Schauspielern zusammenbringen." - "Was war das schwierigste Problem am Set, die Sie lösen mussten?" frage ich ihn. "Am Set hatten wir ein paar große Unfälle und mussten wegen dieser Produktionsverzögerungen und Versicherungsschäden hinnehmen. In "Im Namen des Königs 2" explodierte ein Gastank und verletzte über 10 Menschen. In "Bloodrayne 2" brannte eine Wild-Weststadt mitten im Dreh fast völlig nieder. Wir mussten das Drehbuch ändern, um im Film zu erklären, warum die Stadt gebrannt hat."

"Und," fährt er fort, ""Ein großes Problem war auch, die Dreharbeiten in Rumänien mit Michael Madsen zu überstehen, weil er dem Film und den anderen Schauspielern zu viel Schaden zufügte. Er war ständig betrunken." "Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?", frage ich zum Schluss. "Hoffentlich noch am Leben, gesund und glücklich. Ich hoffe, dass ich nach drei Jahren Pause bald einen weiteren Film drehen kann." sagt er mit einem Augenzwinkern.

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