Dienstag, 27.10.2020 10:46 Uhr

Bayer-Mittel gegen das Coronavirus

Verantwortlicher Autor: Viktoria Kersten/Dr.Frank Wieners Berlin, 15.04.2020, 18:21 Uhr
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Elektronenmikroskopische Aufnahme von SARS-CoV-2(eingefärbt)
Elektronenmikroskopische Aufnahme von SARS-CoV-2(eingefärbt)  Bild: Robert-Koch-Institut

Berlin [ENA] Die USA lassen ein herkömmliches Malaria-Mittel als Medikament gegen Coronavirus-Erkrankungen zu. US-Präsident Donald Trump sagte: die Medikamentenbehörde FDA habe die vom deutschen Bayer-Konzern hergestellte Arznei Hydroxychloroquin zur Behandlung von Coronavirus-Patienten zugelassen.

Das Medikament solle bald gegen Rezept ausgegeben werden. Das schon 1934 vom Bayer-Vorläuferkonzern IG Farben entwickelte Malaria-Mittel ist auch in Europa als Arznei gegen das Coronavirus im Gespräch. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland: "Wir wollen schnell wissen, ob dieses Medikament bei Corona hilft." In Tübingen und an der Berliner Charité werden klinische Studien erwogen. In China läuft bereits eine Laborstudie. Auch in anderen Ländern (Südkorea, Australien, USA) wurde das Medikament bereits versuchsweise an Corona-Patienten erprobt. Biotech-Investor Christian Angermayer wirbt nun um den raschen und massiven Einsatz von Hydroxychloroquin in Deutschland.

Angermayer: Medikamente, die den Krankheitsverlauf abmildern, haben wir schon jetzt und sollten sie endlich auch nutzen. Wenn die Krankheit nicht so schwer verläuft, verliert sie ihren Schrecken. Dann müssten nicht so viele Menschen ins Krankenhaus oder gar auf die Intensivstation. Das wäre für Gesellschaft und Wirtschaft viel besser als eine möglicherweise monatelange Beschränkung der Bewegungsfreiheit und einem Erliegen der Wirtschaft. Viele Krankenhäuser wenden Hydroxychloroquin auch schon an, allerdings zu spät, nämlich dann, wenn es dem Patienten bereits schlechter geht, und er im Krankenhaus und gar auf der Intensivstation ist. Bei Viren gilt aber die Faustregel: Je früher der Wirkstoff gegeben wird, desto wirksamer!

Bemerkung von der Redaktion: wir beide (Alter über 55, mit Vorerkrankungen) nehmen Hydroxychloroquin bereits 4 Wochen ein, für uns ist es lebenswichtig. Mögliche Nebenwirkungen sind uns bewusst. Dazu Angermeyer: sehr viele Coronavirus-Patienten haben das Medikament mit großem Erfolg bekommen - und dabei sind wenig Berichte über Nebenwirkungen aufgetreten. Die Risiken sind jetzt so überschaubar, dass wir sie in Kauf nehmen sollten, um die Vorteile des Medikaments für Coronavirus-Kranke zu nutzen.

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