Montag, 10.05.2021 04:35 Uhr

35. Jahrestag von Tschernobyl

Verantwortlicher Autor: Thomas Holland Düsseldorf, 02.05.2021, 20:48 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Special interest +++ Bericht 1934x gelesen

Düsseldorf [ENA] Heute vor genau 35 Jahren hielt die Welt den Atem an. Was war passiert? Der 4. Block des Atomreaktors von Tschernobyl war explodiert und hatte etliches an radioaktiver Strahlung freigesetzt und die Katastrophe nahm ihren Lauf. Anfangs versuchte die Regierung der Sowjetunion noch die Katastrophe zu verschweigen. Allerdings dauerte es nicht lange, bis auch der Rest der Welt davon erfuhr.

Die Zone ist weder ein Abenteuerspielplatz noch ein Freizeitpark. Auch heute noch gibt es Bereiche die nicht betreten werden dürfen bzw. Gegenstände und Gerät was noch hochgradig radioaktiv verstrahlt ist. Allerdings kann man die Region, wenn man sich an die Regel und Vorschriften hält, gefahrlos besuchen. Auch wenn man sich schon lange mit dem Thema beschäftigt hat, etliche Bilder und Videos geschaut und einiges an Info´s gelesen hat, ist es vor Ort zu sein noch viel beeindruckender.

Mosaik an der Strasse
Die Hauptstrasse
Grafitti am Kühlturm

Kindergärten in denen noch Spielzeug liegt, Baustellen auf denen alles stehen und liegen gelassen wurde, ein Krankenhaus in dem noch Medikamente stehen, Schulen in denen hunderte von Büchern liegen und Plätze die vor 35 Jahren aus Beton waren und auf denen heute Bäume wachsen. Hinter jeder Ecke und in jedem Raum sieht es anders aus. Das ist Prypjat, eine verlassene Stadt. Das ist allerdings nicht alles. Hinzu kommt das was mit den Menschen und der Natur geschehen ist. Die knapp über 50.000 Einwohner mussten von jetzt auf gleich Ihre Sachen packen, wurden in Busse gebracht und weggefahren ohne zu wissen was passiert.

Im Kulturzentrum
Cafe Prypjat
Schwimmhalle "Azure"

Ja es ist ein Abenteuer aber auch Geschichte die zum Nachdenken anregt. Es sind Eindrücke die man nicht so schnell vergisst. Nicht vergleichbar mit allen Lost Places die ich bisher besuchen durfte (das waren einige hundert). Die Geisterstadt Prypjat bleibt ein Mahnmal für die Risiken der Atomkraft. Mehr Bilder und interessante Info´s gibt es hier: www.tomvandutch.de/tschernobyl

Gasmasken in der Schule
Im Krankenhaus
Die Feuerwache
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.