Weihetag der Lateranbasilika in Rom
Rom [ENA] Am sonnigen Morgen des 9. November 2025 wurde in Rom das Feier des Weihetages der Lateranbasilika – der Kathedrale Roms – in Anwesenheit von Papst Leo XIV. gefeiert. Die Weihe erfolgte im 4. Jahrhundert durch Papst Silvester I. Das Fest des Weihetages der Lateranbasilika erinnert an die Übergabe der Kathedrale durch die Bischöfe von Rom an Christus den Erlöser. Es ist ein christologisches Fest, das jährlich am 9
November in der gesamten lateinischen Kirche als Zeichen der Einheit mit dem Papst begangen wird. Das Gebäude wurde von Kaiser Konstantin in Auftrag gegeben, nachdem dieser 313 den Christen die Freiheit gewährt hatte, ihren Glauben zu bekennen und ihren Gottesdienst zu feiern. Diese Basilika ist als „Mutter aller Kirchen“ bekannt und für den Papst „ein Zeichen der lebendigen Kirche, erbaut aus erlesenen und kostbaren Steinen in Christus Jesus, dem Eckstein“ (vgl. 1 Petr 2,4–5).
In seiner Predigt betonte der Papst einen Aspekt, den er für die Mission einer Kathedrale als wesentlich erachtet: die Liturgie, „den Gipfel, auf den die Tätigkeit der Kirche ausgerichtet ist, und […] die Quelle, aus der all ihre Kraft fließt“ (Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution Sacrosanctum Concilium, 10). In der Liturgie empfangen wir die Kraft, Christus in der Welt zu verkünden (vgl. ebd., 2). Seine Fürsorge am Ort des Stuhls Petri muss daher so beschaffen sein, dass sie dem gesamten Volk Gottes als Beispiel dienen kann, indem sie die Normen achtet, die unterschiedlichen Empfindungen der Teilnehmenden berücksichtigt, dem Prinzip der weisen Inkulturation folgt (vgl. ebd., S. 37–38) und zugleich jenem Stil feierlicher Nüchternheit
treu bleibt, der für die römische Tradition typisch ist und den Seelen der aktiven Teilnehmenden so viel Gutes tun kann (ebd., S. 14). Der Papst zitierte schließlich den heiligen Augustinus: „Schönheit ist nichts anderes als Liebe, und Liebe ist Leben“ (Predigt 365, 1). Die Liturgie ist ein Rahmen, in dem diese Wahrheit in besonderem Maße verwirklicht wird. Leo XIV. hofft, dass jene, die sich dem Altar der Kathedrale von Rom nähern, erfüllt von jener Gnade wieder hinausgehen, mit der der Herr die Welt erfüllen möchte (vgl. Ezechiel 47,1–2.8–9.12).




















































