Sonntag, 26.05.2019 01:16 Uhr

Schüler-Streiks sind in ganz Deutschland angekommen

Verantwortlicher Autor: Horst-Peter Nauen Solingen, 24.02.2019, 14:39 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Politik +++ Bericht 7070x gelesen

Solingen [ENA] Friday for Future: ,,Wir streiken, bis Ihr endlich handelt!" Unter diesem Motto sind auch am Freitag, 22. Februar 2019, wieder zehntausende Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland auf die Straße gegangen, um für eine konsequentere Klimapolitik zu demonstrieren. Greta Thumberg gilt dabei als Vorbild dieser Bewegung - statt zur Schule zu gehen demonstriert die 16-jährige schwedische Umweltaktivistin jeden Freitag.

Das nach so langer Zeit die Jugendlichen auf die Straße gehen ist ein kleines Wunder und deshalb umso erfreulicher. In über 65 deutschen Städten gingen Schülerinnen und Schüler am Freitag während der Schulzeit auf die Straße um auf die lasche Politik der Bundesregierung aufmeksam zu machen. Über 1.000 junge Menschen waren es in Saarlouis, 800 in Hamburg, 700 in Augsburg und über 500 in Paderborn. Auch in Stuttgart zählte die Polizei rund 400 streikende.

Mehrheit der Deutschen unterstützen die Schüler-Demo

In Heidelberg gingen rund 700 junge Menschen auf die Straße. Um das Thema Schule schwänzen zu entkräften, solidarisierten sich viele Eltern mit ihren Kindern: "Behütet die Erde", mit aufgesetzten Hüten wollen sie sich der Demo anschließen. Wie auch die Mehrheit aller Deutschen, die die Schülerstreiks für den Klimaschutz unterstützen. Im Spiegel-Auftrag hat das Umfrageinstitut Civey 7.500 Internetnutzer gefragt - 51 Prozent erklärten, dass sie die Protestaktionen unterstützen und nur 42 Prozent sprachen sich dagegen aus.

Europaweite Schüler-Streiks

Ihr diskutiert tatsächlich darüber ob wir streiken dürfen? Dabei ist die Antwort auf die Frage eindeutig - "Wir dürfen nicht streiken. Wir müssen streiken!" Unter diesem Leitsatz wurden in ganz Europa Jugend-Proteste durchgeführt: In den Metropolen wie Paris, Brüssel, Wien, Basel und Katowice sowie in vielen anderen Städten und Gemeinden der Europäischen Union. Im niederländischen Den Haag hatten mehr als 5.000 Schülerinnen und Schüler ihre erste Großdemonstration.

Verdi-Streiks auch nur noch in der Freizeit?

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sieht die Schülerdemos für Umwelt und Klimaschutz während der Unterrichtszeit kritisch: ,,Ich verstehe das, dass man besorgt sein kann um den Klimawandel." Er fände es aber glaubwürdiger, wenn junge Menschen nach Schulschluss auf die Straße gehen würden. Einige Aktivisten der Protest-Aktion "Friday for Future" sagten: ,,Wir lassen uns nicht ins Bockshorn jagen!" Demnach müßten auch die Verdi-Streiks, zum Beispiel die der Zugführer, in deren Freizeit stattfinden. Für nächsten Freitag wünschen sich die Klimaaktivisten, das die Teilnehmerzahl an den Demos stetig ansteigt.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.