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Juniorwahl 2017: Herbe Niederlage für die SPD

Verantwortlicher Autor: Horst-Peter Nauen Berlin, 26.09.2017, 14:07 Uhr
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Juniorwahl 2017: So wählten die Jugendlichen in Deutschland
Juniorwahl 2017: So wählten die Jugendlichen in Deutschland  Bild: juniorwahl 2017

Berlin [ENA] Deutschlands Schülerinnen und Schüler haben an 3.490 Schulen einen neuen Bundestag gewählt. Nach Auszählung der 796.332 abgegebenen Stimmen verlor die SPD fast 3 Prozent, alle andere großen Parteien verzeichneten einen Zuwachs. Umwelt- und Tierschutz rangierte bei den jungen Wählern weit oben.

Parallel zur Bundestagswahl 2017 verlief die "Juniorwahl", sie steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Norbert Lammert. Rund 958.462 Schülerinnen und Schüler waren dazu Wahlberechtigt an 3.490 Schulen in 299 Bundestagswahlkreisen. Seit 1999 wird das Projekt bundesweit zu allen Bundes- und Landtagswahlen durchgeführt und soll die Jugendlichen ab Jahrgangsstufe 7 an die Prozesse des Wahlgangs heranführen. Außerdem soll die Juniorwahl das Üben und Erleben von Demokratie vermitteln.

Das Gesamtergebnis der Zweitstimmen aus den 299 Bundestagswahlkreisen wurde am Wahlsonntag, 24. September 2017, um 18 Uhr veröffentlicht: Demnach hat die SPD auch bei Deutschlands Jugend eine herbe Niederlage hinnehmen müssen mit einem Minus von 2,9 Prozent. Die FDP dagegen kletterte mit 3,1 Prozent nach oben, auch die AFD verzeichnete ein Plus von 3,6 Prozent aber bekam insgesamt nur 6,0 Prozent aller Stimmen.

Deutschlands Jugend wählt Grün

Die Schülerinnen und Schüler sehen Umwelt und Tierschutz bei den 'Grünen' als äußerst wichtig an und zeigt sich im Ergebnis von 17,7 Prozent der Stimmen. Aber auch die Tierschutzpartei erhielt 2,6 Prozent und die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz sogar 4,4 Prozent. Bei einer Wahlbeteiligung von 83,1 Prozent hat das große Interesse bei den Wählern von morgen besonders gezeigt, die Tendenz zu Umwelt und Tierschutzinhalten, Innere Sicherheit und Ausbildung.

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