Freitag, 16.11.2018 05:00 Uhr

GroKo ist Horror für die Tiere

Verantwortlicher Autor: Horst-Peter Nauen Berlin, 08.11.2018, 17:41 Uhr
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Groko - Alptraum für unsere Tiere
Groko - Alptraum für unsere Tiere  Bild: kunstzirkus/pixelio.de

Berlin [ENA] Für rund 20 Millionen männlicher Ferkel denen man betäubungslos die Hoden herausschneidet sowie für 45 Millionen männlicher Küken die lebendig geschreddert werden, ist die CDU, CSU und SPD Regierung zum Martyrium geworden und müssen weiter Leid wegen Unfähigkeit hochbezahlter Politiker erleiden.

Die vom Gesetzgeber im Jahre 2013 beschlossene Übergangsfrist im Tierschutzgesetz für das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration sollte am 31. Dezember 2018 auslaufen. Die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD wollen nun die Übergangsfrist für das betäubungslose Kastrieren männlicher Ferkel im Alter von unter acht Tagen verlängern. Am 7. November 2018 legten beide Fraktionen einen Gesetzentwurf zur Änderung des Tierschutzgesetzes vor. Danach soll die Übergangsreglung in Paragraph 21 Absatz 1 Satz 1 des Tierschutzgesetzes (TierSchG), die die Kastration von Ferkeln noch bis zum 31. Dezember 2018 ohne Betäubung erlaubt, um zwei Jahre verlängert werden.

Seit 2013 keine Alternativen - das ist katastrophal!

Zur Begründung: "Eine Fristverlängerung sei zwingend erforderlich, um bei den Alternativen der betäubunglosen Ferkelkatration voran zu kommen." Bundeslandwirtschafts-Minister Hans-Peter Friedrich (bis 02/14 und sein Nachfolger Christian Schmitt (CSU) bis März 2018, haben es in fünf Jahren nicht geschafft eine Alternative zu finden um das Leid der Tiere zu beenden. Auch die jetzige Bundeslandwirtschafts-Ministerin Julia Klöckner (CDU) hat die angestrebte Fristverlängerung vehement verteidigt. Die Bauernverbände und Landwirte spielten auf Zeit, für sie war es schon seit langen klar, dass es zu einer Fristverlängerung kommen würde.

Millionen von Küken dürfen weiter getötet werden

Jedes Jahr werden mehr als 45 Millionen männliche Küken direkt nach der Geburt oder auch erst einige Tage später mit Kohlendioxid vergast oder bei vollem Bewusstsein geschreddert, weil sie weder Eier legen noch schnell genug Fleisch ansetzen. Schon seit Jahrzehnten fordern Tierschützer ein Verbot gegen das Gemetzel, hier verspricht die aktuelle Regierung seit Jahren ein Ende der Praxis - doch das Töten der Küken geht weiter. Laut Bundesregierung sind bislang fünf Millionen Euro in die Erforschung der Alternativtechniken geflossen.

Der Deutsche Tierschutzbund hatte den Abgeordneten der Koalitionsfraktionen im Vorfeld mehrfach seine wissenschaftlichen und rechtlichen Bedenken an der Fristverlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration dargelegt. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes: ,,Dieser Beschluss ist ein Verrat an den Tieren und Verrat am Staatsziel Tierschutz!"

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