Sonntag, 13.06.2021 15:33 Uhr

Frankreich kommt nicht zu Ruhe

Verantwortlicher Autor: Heinz-Willy Keusgen Nidda, 23.05.2021, 11:01 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Politik +++ Bericht 3549x gelesen

Nidda [ENA] Kaum drei Wochen ist es her, dass pensionierte Armeeangehörige, darunter zwanzig Generäle, in einer Unterschriftaktion ihre Sorge zu Verfall der Gesellschaft bis hin zur Gefahr eines Bürgerkrieges dem Präsidenten samt allen politisch Verantwortlichen der Republik in einem offenen Brief zum Ausdruck brachten. Die Resonanz war gewaltig und die Regierung drohte den Urhebern sofort mit Sanktionen.

Nun legten weitere 2000 – nun aber aktive Militärs in einem Appell nach. „Werden Sie aktiv, meine Damen und Herren. Diesmal geht es nicht um Emotionen auf Kommando, um vorgefertigte Formeln oder und Medienberichterstattung. Es geht nicht darum, Ihre Mandate zu verlängern oder neue zu gewinnen. Es geht um das Überleben unseres Landes, Ihres Landes.“ schreiben die Autoren in dem Appell. Sie betonen, sich „legal“ nicht „offen“ äußern zu könnten ohne Sanktionen befürchten zu müssen.

„Ob in Afghanistan, Mali, Zentralafrika der anderswo, eine gewissen Anzahl von uns hat feindliches Feuer erlebt. Einige von uns haben Kameraden verloren. Sie haben ihr Leben aufs Spiel gesetzt, um den Islamismus u zerstören,dem Sie auf unserem Boden Zugeständnisse machen“, fassen sie ihren öffentlichen Appell zusammen. Fast alle von ihnen seien an der Operation Sentinelle, einer Militäroperation zum Schutz sensibler Orte vor terroristischen Anschlägen zu schützen, beteiligt gewesen .

Operation Sentinelle

Zudem hätten sie mit eigenen Augen die Vorstädte, Hochburgen der Kriminalität, gesehen. „Ja, wenn ein Bürgerkrieg ausbricht“, so das Fazit der anonymen Militärs, „wird die Armee auf eigenem Boden die Ordnung aufrechterhalten, weil sie dazu aufgefordert wird. Niemand kann eine so schreckliche Situation wollen, aber ja, wieder einmal braut sich in Frankreich ein Bürgerkrieg zusammen - und Sie wissen es.“

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