Donnerstag, 17.10.2019 18:21 Uhr

30.000 Menschen in Hannover auf der Straße

Verantwortlicher Autor: Helge Lindau Hannover, 23.09.2019, 13:23 Uhr
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Klima-Demo in Hannover
Klima-Demo in Hannover  Bild: Helge Lindau

Hannover [ENA] Allein in der Landeshauptstadt Niedersachsens waren am 20. September 2019 mehr als 30.000 Menschen auf der Straße, um für einen Ausstieg aus dem Abbau von Kohle, für die Einhaltung der Kohlendioxid-Grenzwerte und der Klimaziele in Deutschland zu demonstrieren.

Aufgerufen zu diesen Veranstaltungen, die deutschlandweit stattfanden, haben neben „Friday for Future“ auch andere Umweltverbände, sowie die Gewerkschaft Verdi. Auch in anderen Städten wurden die erwarteten Teilnehmerzahlen um ein Vielfaches übertroffen. So rechnete man in Hamburg mit etwa 30.000 Menschen die für den Klimaschutz auf die Straße gehen; geworden sind es dann aber über 100.000 Demonstranten. Auch in Berlin haben die Veranstalter etwa 300.000 Teilnehmer gezählt. Fast 200 Veranstaltungen zum Klima-Streik fanden an diesem 20. September allein in Deutschland statt. Das Interesse der Menschen an diesem Thema ist so groß wie noch nie. Selbst in kleineren Städten war die die Anzahl der Teilnehmer größer als erwartet.

In Hannover rechneten die Veranstalter der „Friday for Future“- Bewegung mit gerade einmal 10.000 Teilnehmern. Dass es dann doch dreimal soviel geworden sind, war ein Grund zur Freude, den die Redner während der Zwischenkundgebung auf dem Georgsplatz feierten. Der Georgsplatz war Treffpunkt eines Sternmarsches, der von vier der größten Stadtteilen Hannovers startete. Allein der Demonstrationszug, der in der Südstadt begann und am Maschsee vorbeiführte, zählte mehr als 8000 Teilnehmer. Anders als bei anderen „Friday for Future“ - Veranstaltungen, nahmen an diesen Zug nicht nur Schüler und Studenten teil, sondern wurde auch von einer Großzahl Erwachsener begleitet.

Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Signal von der Straße bis hinein in den Bundestag zu hören war. Die Menschen auf den Straßen habe deutlich gesagt, was ihre größte Sorge ist: Nämlich der Klimawandel und dessen Folgen. Auf vielen Plakaten war zu lesen: „Wäre das Klima eine Bank, so hättet ihr es schon längst gerettet.“ Der Streik für das Klima wird weitergehen. Die nächsten Veranstaltungen sind schon geplant, auch wenn dieser Tag sicherlich ein Höhepunkt im Kampf um das Klima war.

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