Sonntag, 13.06.2021 17:05 Uhr

Weiterer Neuzugang im Hangar-7

Verantwortlicher Autor: Andi Schmidt München (D), 08.05.2021, 15:04 Uhr
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Mustang P-51, Hahnweide 14.09.19
Mustang P-51, Hahnweide 14.09.19  Bild: Andi Schmidt www.andi-schmidt-aviation.de

München (D) [ENA] Anfang März des Jahres verzeichnete der Hangar-7 der Flying Bulls in Salzburg einen erneuten Zuwachs eines Klassikers der Luftfahrt. Eine Mustang P-51 des Herstellers North American. Zuvor noch in Frankreich beheimatet wechselte der Oldtimer in die Obhut der *Fliegenden Bullen* nach Österreich.

Der Hangar-7 der *Flying Bulls* ist für seine Sammlung an historischen Flugzeugtypen in der Luftfahrtszene bestens bekannt. Doch bedeutet jeder Neuzugang in die Flotte an Maschinen einen beachtlichen Aufwand an Logistik und Planung. Wer kann die Maschine fliegen? Sind erforderliche Wartungsarbeiten in Eigenregie möglich und erfüllen die Anforderungen der Zulassungsbehörden? Ist die zukünftige Versorgung mit Ersatzteilen gewährleistet?

Ein neues Schmuckstück für den Hangar-7

Jeder Flotten-Neuzugang wurde bisher perfekt gemeistert. Nach einer technischen Untersuchung bezüglich einwandfreier Funktion und Sicherheit der Exponate sind oft umfangreiche Restaurierungsarbeiten die Folge. Dabei werden die anstehenden Arbeiten mit höchster Güte durchgeführt. So manche der Maschinen steht nun besser da, als dies der Zustand bei Erstauslieferung vor Jahrzenten aus den Produktionsstätten war.

Ziel der Mannschaft des Hangar-7 ist nicht nur ein *Schmuckstück für die Augen* in den Ausstellungsflächen des Hangars zu präsentieren, sondern insbesondere die Flugfähigkeit der Maschinen zu erhalten und auf Dauer zu gewährleisten. Der finanzielle Einsatz ist enorm, nur die Besten an Piloten und *Schrauber* sind der Garant für die Meisterung dieser Aufgabe. Und diese Sorgfalt wird nun auch dem Neuzugang *North American P-51D Mustang 411622 / G4-C –Nooky Booky IV* mit dem Kennzeichen F-AZSB zuteil. Bald wird man diese Maschine öfters am Himmel sehen und hören.

Der bisherige Lebenslauf der *Nooky Booky*

Die Geschichte der *Nooky Booky* ist lang. Erstflug am 8.November 1950 bei der *Royal Canadian Air Force*. Ende der fünfziger Jahren wird sie ausgemustert und als Teil eines Bündels von gesamt acht Maschinen an die *Trans Florida Aviation* in Florida, USA verkauft. In den sechziger Jahren geht sie durch mehrere Hände, erleidet sogar 1965 eine Bruchlandung nach Motorausfall während einer Flugshow. Doch im selben Jahr wird die Mustang erneut durch den Betreiber *Trans Florida Aviation* repariert. 1967 erfolgt der Transfer zu *North American Rockwell Corp.* in Los Angeles, Kalifornien.

Im August 1970 explodiert eine Sauerstoff-Flasche und zerstört die Maschine schwerwiegend während eines Aufenthaltes in *Oshkosh*. Ende des gleichen Jahres wird die Mustang wieder hergestellt, diesmal durch die Privatperson und Luftfahrtveteranen *C.T. Paris Junior*. Bereits 1971 erfolgt der Weiterverkauf. Mehrere Privatpersonen folgen in den kommenden Jahren als eingetragene Eigentümer und Besitzer. Am 17.Mai 2000, zwei Jahre nach der Überstellung in Europa, wird die Maschine mit dem französischen Kennzeichen F-AZSB registriert, Betreiber ist die *JCB Aviation* in Nimes. 2004 erfolgt der Verkauf an Christian Amara.

Angekommen bei den *Flying Bulls*

Standort ist nun La Ferte-Alais, das ein sehr bekanntes Flugzeugmuseum beheimatet. 2011 überstellt Christian Amara seine Mustang an den Flugplatz Melun-Villaroche, einem früheren Militärflugplatz während des 2.Weltkrieges. Und von dort aus, das Jahr 2021 schreibend, nun eine weitere Reise zu den *Flying Bulls* nach Salzburg in Österreich. Bedingt durch die aktuelle Covid-19-Pandemie wird man den Klassiker nur wenig am Himmel derzeit sehen. Dies gibt jedoch Zeit, dieses prachtvolles Flugzeug gebührend in die Flotte der *Flying Bulls* am Hangar-7 einzugliedern und für eine fliegende Präsentation in kommenden Jahren vorzubereiten.

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