Donnerstag, 21.11.2019 09:27 Uhr

Tierversuchslabor: Hunde sterben erbärmlich in ihrem Blut

Verantwortlicher Autor: Horst-Peter Nauen Hamburg, 15.10.2019, 12:01 Uhr
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Hamburg [ENA] Ein Undercover beweist wie es in Deutschlands geheimsten privaten Tierversuchslabor, dem "Laboratory of Pharmacology and Toxicology" (LPT), vor den Toren Hamburgs zugeht. Rechtsbrüche, Gewalt gegen Tiere und sterbende, blutende Hunde gehören zum Altagsgeschäft der LPT in Mienenbüttel (Neu Wulmstorf), dass völlig abgeschottet agiert. Einblicke selbst durch die Politik und erst recht für alle Medien waren unerwünscht

Beagle mit schweren Blutungen im LPT

Wie die "Soko Tierschutz e.V. bekannt gibt, macht die LPT in Mienenbüttel Giftigkeitsversuche an Hunden, Katzen, Affen und Kaninchen für Auftragsgeber aus Deutschland und weltweit. Laut eigenen Angaben der LPT im Jahre 2013, wurden dort rund 1.500 Hunde gehalten, meist Beagle weil sie ja unkompliziert und anhänglich im Umgang sind, die extra für die Versuche gezüchtet und im Labor gehalten, wo sie schließlich erbärmlich sterben.

Erschütternde Beweise

Eine Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz und Cruelty Free International beweist unhaltbare Zustände, rechtswidrige Tierhaltung, grausame Versuche und Brutalität gegen die Tiere. Im Ermittlungszeitraum von Dezember 2018 bis März 2019 dokumentierte der Ermittler mehrfach, wie Hunde, nachdem ihnen Schläuche oder Kapseln in den Hals gezwungen wurden, entsetzlich bluteten. Das Bildmaterial zeigt blutverschmierte Zwinger. Die Hunde gingen teilweise grausam zugrunde und wurden nicht ausreichend überwacht und umsorgt. ,,Es ist erschütternd zu sehen, wie sich die Hunde nach Zuneigung und Fürsorge sehnen und dann so erbärmlich in ihrem Blut sterben müssen", beschreibt SOKO Tierschutz Ermittler Mülln die Szenen.

Den schlimmsten Haltungsbedingungen in dem Labor sind die Affen ausgesetzt. Sie leben teilweise in engen Käfigbatterien, die gegen in Deutschland verbindliches EU-Recht verstoßen. Die Affen werden bei Versuchen mit äußerster Grobheit behandelt, es kam zu blutigen Verletzungen weil ein Mitarbeiter einen Affen absichtlich krachend gegen die Türkante schlug. Widerstand gegen solche Übergriffe ist nach Aussagen eines Mitarbeiters sinnlos. Unter den zahlreichen Arbeitern befand sich nur ein ausgebildeter Tierpfleger, die restlichen Mitarbeiter waren zum Beispiel Schlachter, Mechaniker und sogar ein Militärmusikant.

Mit dieser Aufdeckung erhält das aktuelle Vertragsverletzungsverfahren der EU wegen der schlechten Zustände in deutschen Tierversuchslabors erschütternde Beweise für das Versagen der deutschen Politik beim Schutz von Versuchstieren. Wie auch die Politik schon beim Ferkel-Kastrieren und Küken-Schreddern bei lebendigem Leib kläglich versagt hat und das immer auf Kosten der Tiere.

Das Magazin "FAKT" sendet am Dienstag, 15. Oktober 2019, um 21:45 Uhr in der ARD einen Beitrag zu diesem Thema. Am Samstag, 19. Oktober 2019, ruft die Initiative zu einer Großdemonstration auf: Treffpunkt 14:00 Uhr auf dem Neugrabener Marktplatz und am Abend ist von 19 bis 21 Uhr eine Mahnwache vor dem LPT in Mienenbüttel, Oldendorfer Straße 41, geplant

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