Samstag, 15.12.2018 00:55 Uhr

LVR - Wie gelingt gutes Leben?

Verantwortlicher Autor: Landschaftsverband Rheinland Rheinland/Bonn, 21.11.2018, 12:05 Uhr
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Rheinland/Bonn [ENA] Wie gelingt gutes Leben? Bundesweite Ergotherapie-Fachtagung „Gesundheit durch Aktivität“ am 20. November 2019 in Bonn / Veranstalter LVR-Klinikverbund mit DVE / Zu Gast in LVR-Klinik Bonn/ 120 Teilnehmende aus ganz Deutschland erwartet. Ein gutes Leben! Das bewirkt Ergotherapie nach Meinung der Experten. Ergotherapeutinnen und -therapeuten haben einen besonderen Blick auf die Gesundheit.

Und diese ist für sie nicht das Fernbleiben von Krankheit, sondern gleichbedeutend mit: Lebensqualität und Zufriedenheit. Selbst wenn daneben Einschränkungen oder Krankheitssymptome bei den behandelten Menschen bestehen. Was es dafür braucht und welche innovativen Ansätze es gibt – damit beschäftigen sich am 20. November 2018 rund 120 Fachleute auf Einladung des Klinikverbundes des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) auf einer bundesweiten Ergotherapie-Fachtagung in Bonn. Dieses Jahr ist die LVR-Klinik Bonn Gastgeber. Kooperationspartner ist Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V. (DVE).

Ganz nahe an Ihren Klientinnen und Klienten wollen sich die Therapeutinnen und Therapeuten mit den nötigen Anforderungen beschäftigen, Bewährtes in der Gesundheitsförderung überprüfen und innovative Ansätze wie Instrumente vorstellen. Wie gutes Leben gelingen kann – das will der Schweizer Philosoph Daniel Bremer in seinem Vortrag bei der Fachtagung den Gästen der ausgebuchten Veranstaltung erklären. Dabei stelle er auch eine inhaltliche Verbindung zur Ergotherapie her. In verschiedenen Workshops sollen einzelne Aspekte der Ergotherapie bearbeitet werden, wie zum Beispiel: Gesundheitsförderung, Sprache und Körper oder auch wie es gelingt, Klientinnen und Klienten in Aktivität zu bringen.

Krankheitssymptome in den Hintergrund rücken - Ein Beispiel: Andreas Pfeiffer, ehemals Ergotherapeut des LVR-Klinikums Düsseldorf, und Mitautor des deutschen Therapieprogramms ‚Handeln gegen Trägheit‘ will mit einer Analyse beginnen. Die Teilnehmenden dürfen ein Tagesnutzungsprotokoll analog zu ihrer tatsächlichen Arbeit anfertigen. Sie sollen schauen, wie sie einen solchen repräsentativen Tag verbringen, wie ausgewogen die Aktivitäten im Alltag sind? Aber auch, welche Qualität diese Aktivitäten haben? Was ihnen persönlich besonders bedeutsam ist?

Denn das ist das Ziel des Workshops: den Teilnehmenden einen anderen Blick auf die Zeitnutzung, die ‚Work-Life-Balance‘, vermitteln. Auch die Ziele und ihre Erreichbarkeit spielen in dieser Betätigungsbalance eine Rolle. Die Erfahrungen zeigen, dass es wichtig ist, nur persönlich bedeutsame Ziele zu suchen. Am Anfang steht ein kleines, gut und sicher erreichbares Ziel. Wenn sich erste Erfolge einstellen, erfährt der Klient die Bestätigung, dass er etwas kann. Hier wirkt die Motivation, weiterzumachen. So finden auch Menschen mit einer psychischen Erkrankung aus ihrer Schwere. Einer physikalisch gemeinten Trägheit heraus und werden aktiver.

Ein weiterer Mechanismus: Mit einem zunehmend erfüllten, also guten Leben rücken die Krankheitssymptome in den Hintergrund. Das zugrundliegende Therapieprogramm von Andreas Pfeiffer und Werner Höhl erhielt im vergangenen Jahr auf dem Weltkongress der Psychiatrie den Preis der ‚Gesundheitsfachberufe der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)‘. Am 20. November gibt es einen Einblick darin in Bonn. Fachlicher Kontakt: LVR-Dezernat Klinikverbund und Verbund Heilpädagogischer Hilfen Uwe Blücher Tel 0221 809-6936 - E-Mail: uwe.bluecher@lvr.de Die Veranstaltung von 12 Uhr bis ca. 17 Uhr im Hauptgebäude der LVR-Klinik Bonn, Kaiser-Karl-Ring 20, Bonn.

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