Donnerstag, 17.10.2019 18:11 Uhr

"Jetzt aber mit Schmackes!"

Verantwortlicher Autor: Landschaftsverband Rheinland Rheinland, 29.08.2019, 15:51 Uhr
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Rheinland [ENA] "Jetzt aber mit Schmackes!" LVR-Online-Umfrage „Redewendungen im Rheinland“: Erste Ergebnisse liegen vor / Mitmachen erwünscht. Seit neun Wochen läuft die Online-Erhebung des Sprachteams vom LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte (LVR-ILR). Und schon bis Mitte August haben sich 2.300 Menschen beteiligt. Eine Teilnahme ist noch bis Ende September 2019 möglich.

Wer kennt und benutzt welche Wendungen? Das wollen Dr. Charlotte Rein und Sarah Puckert, Sprachwissenschaftlerinnen des LVR-ILR, wissen. Eine der bekanntesten Redewendungen an Rhein und Ruhr ist etwas „mit Schmackes“ tun. Fast alle Teilnehmenden kennen sie und gaben auch an, sie regelmäßig zu verwenden. Auch „am Rad drehen“, „sich schieflachen“ und „etwas nicht abkönnen“ kennen nahezu alle Menschen im Rheinland.

Erste Ergebnisse zeigen aber auch, dass es regionale Unterschiede gibt: So sind einige Redewendungen im zentralen Rheinland rund um Köln und Bonn bekannter als am Niederrhein oder im Ruhrgebiet – und andersherum. Dr. Charlotte Rein erklärt: „Differenzen zeigen sich etwa bei ‚den Molli machen‘ oder ‚noch nicht an Schmitz Backes vorbei sein‘, aber auch bei ‚etwas verpacken können‘ oder ‚der Lorenz knallt‘“

Ihre Kollegin Sarah Puckert ergänzt: „Auch für die verschiedenen Altersgruppen lassen sich Unterschiede feststellen – so kennen die ältesten Teilnehmer und Teilnehmerinnen (vor 1945 geboren) noch ‚wat anne Füße haben‘ und ‚et ärme Dier kriejen‘, den jüngeren sind diese Redewendungen hingegen weniger bekannt.“ Noch bis Ende September können Interessierte bei der Online-Umfrage mitmachen: https://redewendungen.lvr.de

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