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Hertie-Stiftung fördert klinische Neurowissenschaften

Verantwortlicher Autor: Universität Bonn Bonn, 28.11.2019, 11:08 Uhr
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Bonn [ENA] Hertie-Stiftung fördert klinische Neurowissenschaften. 660.000 Euro für die Uni Bonn. Aufbau eines Netzwerks als Brücke zwischen Grundlagenforschung und Klinik. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung hat das zukunftsweisende Hertie Network of Excellence in Clinical Neuroscience ins Leben gerufen. Damit wird eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und Klinik geschlagen, die die Überführung wissenschaftlicher Ergebnisse

in die Praxis erleichtern soll. Die Universität Bonn ist unter den Spitzenstandorten, die nun gefördert werden sollen, und erhält in den nächsten drei Jahren 660.000 Euro von der Stiftung. „Ziel ist zum einen die Unterstützung von Nachwuchswissenschaftlern und zum anderen die Förderung von Diagnose, Therapie, Früherkennung und Prävention neuropsychiatrischer Erkrankungen“, sagt die Sprecherin für den Standort an der Universität Bonn, Prof. Dr. Anja Schneider, Direktorin der Klinik für Neurodegenerative Erkrankungen und Gerontopsychiatrie am Universitätsklinikum Bonn und Arbeitsgruppenleiterin am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE).

Schwerpunkt des Standorts Bonn ist die Erforschung der neurobiologischen Grundlagen von der molekularen Ebene über Zellbiologie bis hin zu komplexen Netzwerkaktivitäten von Nervenzellen. Die klinischen Arbeitsgruppen sind eng unter anderem mit dem DZNE verzahnt. Das Hertie Network of Excellence in Clinical Neuroscience fördert an den sechs Standorten für drei Jahre translationale Projekte, die als eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und klinischer Entwicklung zum Wohle der Patienten beitragen sollen. Vier Nachwuchsforscher der Universität Bonn können an solchen Projekten und außerdem an einem Qualifizierungsprogramm teilnehmen. „Darüber hinaus sollen durch das Netzwerk Kooperationen zwischen den Partnern entstehen,

um die Forschung in den klinischen und translationalen Neurowissenschaften voranzubringen“, sagt der stellvertretende Bonner Sprecher Prof. Dr. Heinz Beck, Direktor des Instituts für Experimentelle Epileptologie und Kognitionsforschung der Universität Bonn. Nachwuchsförderinstrumente sowie Technologie- und klinische Plattformen stehen den Fellows des Hertie-Netzwerks in Bonn offen. Umgekehrt können Bonner Wissenschaftler an anderen Standorten profitieren.

Neben der Universität Bonn sind Tübingen, München, Heidelberg/Mannheim, Hamburg und Berlin Standorte der Netzwerkpartner. Die Hertie-Stiftung fördert die Projekte an der Schnittstelle zwischen Grundlagenwissenschaft und Klinik mit insgesamt fünf Millionen Euro. An die Universität Bonn fließen davon rund 660.000 Euro, hinzukommen 339.000 Euro von der Medizinischen Fakultät. Die Vorhaben starten voraussichtlich Anfang 2020. Die Projektinhalte reichen von Störungen der Bewegungskoordination (neurodegenerative Ataxien) über die Entstehung von epileptischen Anfällen bis hin zu Entzündungsvorgängen bei der Alzheimer-Erkrankung. - Über die Gemeinnützige Hertie-Stiftung -

Die Arbeit der Hertie-Stiftung konzentriert sich auf zwei Leitthemen: Gehirn erforschen und Demokratie stärken. Die Projekte der Stiftung setzen modellhafte Impulse innerhalb dieser Themen. Im Fokus stehen dabei immer der Mensch und die konkrete Verbesserung seiner Lebensbedingungen. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung wurde 1974 von den Erben des Kaufhausinhabers Georg Karg ins Leben gerufen und ist heute eine der größten weltanschaulich unabhängigen und unternehmerisch ungebundenen Stiftungen in Deutschland. Internet: www.ghst.de

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