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Eurobike 2019 begrüßt rund 150 Newcomer

Verantwortlicher Autor: Messe Friedrichshafen/Kirsten Ernst Friedrichshafen, 29.08.2019, 23:51 Uhr
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Bianchi kehrt wieder auf die Eurobike zurück
Bianchi kehrt wieder auf die Eurobike zurück  Bild: © Messe Friedrichhafen

Friedrichshafen [ENA] Auch in ihrer 28. Auflage bestätigt die Eurobike ihre Bedeutung als Leitmesse für das internationale Bike-Business: Vom 4. bis 7. September zeigen über 1400 Aussteller, darunter fast 150 Newcomer, dem Fachpublikum und den Fahrrad-Fans ihre Neuheiten für die kommende Saison.

Der Fahrradmarkt steckt im wahrscheinlich größten Umbruch seit der Erfindung der Gummi-Bereifung. In den wichtigsten europäischen Fahrradmärkten wie Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz, feiert der E-Bike-Boom einen ungebremsten Höhenflug. Gleichzeitig gewinnt das Fahrrad mit elektrischer Motorunterstützung auch in neuen Märkten wie Frankreich, Italien, Skandinavien und Großbritannien zunehmend an Fahrt. Parallel dazu findet in diesen Ländern längst auch ein Umdenken beim Blick auf das Fahrrad als Verkehrsmittel statt. Damit einher geht eine deutliche Zunahme neuer Angebotsformen wie Bike-Sharing und Fahrradleasing.

„Die derzeitigen Veränderungen im Fahrradmarkt spiegeln sich auf der Eurobike wider. E-Mobilität, Digitalisierung, System-Integration, aber auch Produktionsverlagerung sind dominierende Themen im globalen Bike-Business. Neue Player aus aller Welt bereichern die Fahrradbranche mit Produkt-Innovationen, Problemlösungen und alternativen Herangehensweisen an zukünftige Mobilitäts-Anforderungen“, sagt Stefan Reisinger, Bereichsleiter bei der Messe Friedrichshafen, und erklärt weiter: „Die Zukunft startet hier und jetzt – die Eurobike zeigt, was morgen kommt und liefert neue Impulse und Denkanstöße für Handel, Industrie und alle anderen Marktteilnehmer.

In der Mischung aus langjährig zugehörigen Top-Brands gepaart mit Newcomern, Impulsgebern und Innovatoren, liegt die Zusammensetzung der Eurobike, mit mehr als 1400 Unternehmen, auch in diesem Jahr wieder auf höchstem Niveau. Einer der Branchenvorreiter bei den Themen Leasing und Sharing ist die Händlergenossenschaft ZEG, die in Friedrichshafen in diesem Jahr nicht nur erstmals alle Fahrradmarken präsentiert, sondern auch das neue Konzept „Sharea“. Die im Namen steckenden Begriffe „Share“ und „Area“ beschreiben ein Konzept, mit dem die Betreiber größerer Wohnanlagen ihren Mietern künftig ein in den Wohnraum integriertes E-Mobilitätsangebot anbieten können.

Je nach Bedarfssituation können die Mieter per App in einem digital gesicherten Raum hochwertige E-Bikes oder Lastenräder leihen. Die Zusammenarbeit mit zertifizierten ZEG-Händlern vor Ort und ein digitales Service-Management gewährleisten dabei ein hohes Qualitäts- und Verfügbarkeits-Level. Künftig soll das Angebot zudem um andere Formen der Elektromobilität wie E-Scooter und Elektroautos erweitert werden.

Apropos E-Scooter: Auch diese relativ junge und gegenwärtig viel diskutierte Form der Mikromobilität findet auf der Eurobike zunehmend Raum. Ein Pionier in diesem Segment ist der Hamburger Unternehmer Florian Walberg. Mit seiner 2011 gegründeten Firma Walberg Urban Electrics hat er sich auf die Fahnen geschrieben, die urbane Elektromobilität mit deutschem Qualitäts-Engineering zu bedienen. Die Ergebnisse dieser Zielsetzung werden erstmals auf der Eurobike präsentiert.

Das Thema Alltagsmobilität mit dem Fahrrad adressiert die Wintersteiger AG bei ihrer Eurobike-Premiere. Der Maschinenbauer aus Oberösterreich, besser bekannt im Wintersportsegment als Marktführer bei Anlagen für Ski-Service und Ski-Verleih, zeigt auf der Eurobike unter anderem Waschanlagen für Fahrräder und Kondensationstrocknungsschränke. Wer sich nun fragt, was letztere mit Fahrradmobilität zu tun haben, denke bitte an Fahrradpendler, die damit am Arbeitsplatz verschwitzte oder regennasse Fahrradbekleidung energieeffizient trocknen und per Ozon-Licht zudem entkeimen können.

Newcomer rund ums Rad

Auch wenn neue Mobilitätsangebote und digitale Innovationen im Fahrradmarkt an Bedeutung gewinnen, ist die Eurobike unverändert eine Messe, die den Produktneuheiten rund um das Fahrrad eine große Bühne bereitet. Und auch in diesem Segment gibt es einige spannende neue Player in den Reihen der Eurobike-Aussteller. Seine Messepremiere am Bodensee feiert beispielsweise der junge Fahrradhersteller Pexco. Hinter dem Newcomer aus Schweinfurt stehen mit den Unternehmerfamilien Puello und Pierer sowie der schwedischen Traditionsmarke Husqvarna durchaus bekannte Namen.

Einen in Branchenkreisen bekannten Namen besitzt auch Anthony Sinyard, der sich in Friedrichshafen mit seinem 2013 gegründeten Accessoires-Anbieter Supacaz erstmals auf europäischem Messeparkett präsentieren wird. Der Jungunternehmer aus Kalifornien hat ein offenkundiges Talent für außergewöhnliche Designs etwa bei Lenkerbändern, Griffen und Bikewear – was nicht überrascht, wenn der Vater Mike Sinyard heißt und Gründer und Inhaber von Specialized ist.

Eine Erbanlage für außergewöhnliche E-Bikes besitzt ebenfalls der kroatische Eurobike-Newcomer Greyp: Gründer und Frontmann des Unternehmens ist Mate Rimac, Namensgeber und Inhaber der nach ihm benannten E-Sportwagenschmiede. Deren Innovationsstärke war Porsche jüngst erst eine zehnprozentige Beteiligung am kroatischen Unternehmen wert. Und auch die Bikes von Greyp lassen viel Know-how in Sachen E-Performance erkennen.

Jezt können sie nicht als völliger Newcomer bezeichnet werden, aber ein nach längerer Abwesenheit auf der Eurobike sehr willkommener Rückkehrer ist der zur Cycleurope-Gruppe gehörende italienische Fahrradhersteller Bianchi. 2019 lassen sie wieder einen Messestand im vertrauten Celeste erstrahlen. Nach langer Abwesenheit freut sich die Eurobike ganz besonders über diesen "Necomer".

Internationale Prägung nimmt weiter zu

Die neuen Eurobike-Aussteller unterstreichen nicht nur die internationale Strahlkraft der Fachmesse am Bodensee, mit ihnen gewinnt der Anteil ausländischer Messe-Teilnehmer auch zahlenmäßig weiter an Bedeutung: Nur rund ein Drittel der Newcomer unter den Aussteller reist aus Deutschland an. Die größte Gruppe unter den ausländischen Unternehmen, die erstmals auf der Eurobike ausstellen, stellen Aussteller aus Frankreich mit 7 %, gefolgt von den USA (6 %), China (5 %) und den Niederlanden (4 %).

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