Freitag, 14.12.2018 18:11 Uhr

Der Beruf des Arbeitserziehers

Verantwortlicher Autor: Graupner, Faust, Hanemann, Karle, Lemke Freiburg , 16.11.2018, 08:50 Uhr
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Freiburg [ENA] Den Beruf des Arbeitserziehers gibt es schon seit 1950, wurde aber erst 1960 in Ba-Wü als vollwertige Ausbildung anerkannt. Viele Menschen können nichts mit dem Beruf AE anfangen, dabei ist dies ein sehr wichtiger und vor allem vielseitiger Beruf. Bei der beruflichen Eingliederung, beim Übergang von Schule&Ausbildung, bei der Betreuung für Menschen mit Beeinträchtigung oder bei Maßnahmen der beruflichen Qualifikation

Die Aufgaben eines AE sind je nach Einsatzort sehr unterschiedlich. So wird in der JVA Unterstützung und Motivation vermittelt, einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen, es werden Defizite erkannt und vorhandene Fähigkeiten gefördert. Damit nach der Entlassung ein Leben ohne Straftaten ermöglicht werden kann, da sich diese Behandlung der Insassen positiv auf die entsprechende Kriminalprognose auswirkt. Die Fähigkeit und Kompetenz Ressourcen von Menschen mit Behinderung im Kontext Arbeit zu entdecken ist sehr wichtig, um die Teilhabe am Arbeitsleben für sie zu ermöglichen. Arbeitserzieher sind Fachleute die Dienstleistung und Betreuung professionell begegnen und sich dieser Herausforderung bewusst stellen.

Sie kommen aus dem gestandenen Leben und haben einen guten beruflichen Background. Diese Erfahrungen sind sehr wichtig, um zum Beispiel Langzeitarbeitslosen, jungen Menschen in sozialpädagogischen Lerngruppen, in Projekten der Jugendarbeit und vielem mehr die berufliche Eingliederung zu erleichtern. Entfaltungsfreiheit ist für das Arbeitsumfeld des AE sehr bedeutsam. Trotz allem bleiben die Dienst- und Aufgabenplanung, sowie entsprechende Dokumentationspflichten dem AE nicht erspart, aber abhängig von professionellen und persönlichen Kompetenzen, können Inhalte mit gestaltet werden.

Betrachtet man den Beitrag, den Sozialberufe in unterschiedlichen Bereichen leisten, damit unsere Gesellschaft so funktioniert und auch Leistung trägt, so liegt auch die Vergütung des AE deutlich unter Wert. Denn die gesellschaftliche Bedeutung und die Verantwortung, die mit dem Berufsbild einhergeht und der soziale und pädagogische Einsatz werden deutlich unterschätzt.

Fazit: Der Arbeitserzieher ist mittlerweile fast unentbehrlich geworden und könnte noch in vielen weiteren Bereichen eingesetzt werden. Der Staat sollte nur etwas aufmerksamer werden und die Wege vereinfachen. Aktuell fehlen in Deutschland mehr als 3300 Lehrkräfte, auch hier könnte der Arbeitserzieher für eine gewisse Zeit oder je nach Fach auch auf Dauer einspringen. Aber in Deutschland muss ja immer alles streng nach Regel laufen... Mit etwas Lockerheit, könnte man einige Probleme im Handumdrehen, vielleicht nicht abschaffen, aber definitiv verbessern.

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