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music meets nature

Verantwortlicher Autor: K.-W. Fleißig Steinbach-Langenbach, 24.08.2016, 22:05 Uhr
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Steinbach-Langenbach [ENA] Zu einem Biosphären-Familien-Tag hatten am vergangenen Sonntag die Verwaltung des Biosphärenreservates Vessertal-Thüringer Wald in Kooperation mit dem Naturtheater Steinbach-Langenbach eingeladen. Rund 300 Besucher waren zu Fuß, mit dem Auto, dem Fahrrad oder der Bahn gekommen, um sich diese Veranstaltung nicht entgehen zu lassen. Dieser Tag mit einem Konzert mit Felix Reuter unter dem Titel ...

„music meets nature“ ist Bestandteil des touristischen Themenjahres im Freistaat Thüringen unter dem Motto „Das ist meine Natur – Nationale Naturlandschaften in Thüringen 2016“. Im Rahmen einer musikalischen Rundreise durch die Naturlandschaften Thüringens bildete das Konzert mit dem Pianisten Felix Reuter aus Weimar den Höhepunkt des Biosphären-Familien-Tages. „Wir haben das Naturtheater, die Perle im Thüringer Wald, als Veranstaltungsort ausgesucht“, so die Mitarbeiterin der Verwaltung des Biosphärenreservates Dr. Elke Hellmuth, „weil das Motto Natur trifft Natur hier bestens aufgehoben ist.

Das Themenjahr 2016 wurde seit zwei Jahren vorbereitet - gemeinsam mit der Thüringer Tourismus GmbH, mit dem Regionalverbund Thüringer Wald und hier vor Ort mit zahlreichen Touristikern in der Region.“ Bereits am Vormittag starteten Wanderfreunde aus mehreren Orten in einer Sternenwanderung zum Naturtheater. So kamen aus Hinternah 14 Wanderer, aus Schönbrunn und Gießübel 15 Wanderer sowie aus dem Thüringerwald-Verein Ilmenau 10 Wanderer nach Steinbach. Auch eine zehnköpfige Radwandergruppe hatte sich aus Waldau aufgemacht. Auch aus Altenfeld waren Teilnehmer geplant.

Ebenfalls waren Erfurter im Naturtheater anzutreffen. Diese 61 Besucher hatten eine kombinierte Erlebnisfahrt mit der Erfurter Bahn gebucht. Mit dem Rennsteig-Shuttle ging es von Erfurt zum Bahnhof Rennsteig. Von hier aus konnten die Gäste entweder mit dem Bus weiter nach Frauenwald fahren, um von hier aus das Naturtheater zu erwandern oder erreichten mit einem Sonderbus vom Bahnhof Rennsteig aus die Aktionsstätte. Erfurter Gäste hatten aber auch die Möglichkeit, den Familienpass der Stadt Erfurt zu nutzen. Weitere 220 Gäste hatten sich vorangemeldet.

Dr. Elke Hellmuth begrüßte die Gäste und moderierte auch diesen Nachmittag. Grußworte an die Besucher richteten auch Schleusegrunds Bürgermeister Heiko Schilling sowie Hildburghausens Landrat Thomas Müller. Klassische Stücke – passend zum Thema Natur – wurden durch den Pianisten, Entertainer und Musikkomödianten Felix Reuter den rund 300 Besuchern geboten. Dieses etwa 90-minütige Konzert unterschied sich jedoch von sonst üblichen Darbietungen. In unterhaltsamer Form und moderierend spielte Reuter eine Vielzahl der unterschiedlichsten klassischen Stücke an, die im weiten oder engen Sinne dem Thema Natur zugeordnet werden können. Damit bot er den Gästen einen leichten Zugang zu seinen Musikstücken.

Da kam beispielsweise ein weißer Vogel daher geschwommen und die Zuschauer wussten sofort, dass es Tschaikowskis Schwanensee war. Wie hört es sich an, wenn Hummeln fliegen oder das Wasser der Natur rauscht? Alles kein Problem, Reuter ließ es musikalisch erklingen. Auch die Jahreszeiten in der Natur spiegelten sich wider. Die Kohlmeise als Auslöser für eine Komposition? Kaum vorstellbar, aber war ein Thema des Pianisten. Vor und nach dem Konzert gab es für Groß und Klein ein abwechslungsreiches Angebot und die Steinbach-Blasmusikanten sorgten für die kulturelle Umrahmung.

Eine tänzerische Einlage bot die AWO-Jugendtanzgruppe aus Schönbrunn und aus dem Schönbrunner Sonnenblume-Kindergarten zauberten junge Frauen lustige Motive beim Schminken auf die Gesichter vor allem der Kinder. Während die Kinder weiterhin auf einer Hüpfburg, beim Wanderstöcke Schnitzen oder einem Puzzle über die Natur kurzweilige Stunden verbringen konnten, wurde den Erwachsenen ein kleiner Regionalmarkt mit Präsentation und Kaufmöglichkeiten geboten. So gab es beispielsweise den Bio-Wald, einem seit dem 5. Januar 2016 eingetragenen Verein aus der Gemeinde Masserberg.

Dessen 15 Mitglieder stellen alle Produkte auch selbst her. Mit einem Stand vertreten war auch der gelernte Zimmerer Uwe Brückner aus Ilmenau mit seinem Holzdesign. Simone und Steffi aus Mäbendorf zeigten an ihrem Stand, was man aus Wildkräutern so alles machen kann. Sie nennen sich „LaJoLa“, was die Abkürzungen von Lavendel, Johanniskraut, Lavendel sind. Ihr Motto: „Schon unsere Vorfahren wussten, dass Wildkräuter von unschätzbaren Wert sind.“ An einem weiteren Stand war Günther Schwob aus der Gemeinde Wolfsberg im Ilmkreis anzutreffen. Er ist Imker und zertifizierter Naturführer. Er hatte einen Bienenstock dabei, in dem man das Bienenleben verfolgen konnte.

Er hat fast 20 Bienenvölker. In der Hochsaison, so Schwob, leben in einem Volk ca. 50.000 Bienen. Seine Bienen sind auch im Biosphärenreservat unterwegs. Der Sonneberger Mario Biereigel zeigte verschiedene Steinbildarbeiten. Für ihn ist es immer wieder faszinierend, was man in Stein „hineinkreieren“ kann. Seine Frau Sabine Stoppera zeigte Gemälde, die dem Tagesthema Natur gewidmet waren. Das Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald war ebenso vertreten wie der Regionalverbund Thüringer Wald, der Tourismusverband Weimarer Land und die Weimar GmbH. Schließlich war da auch der Gemeinschaftsgarten Benshausen am weißen Rain, in dem gegenwärtig drei Haushalte mitwirken.

Sie suchen natürlich weitere Unterstützer und bieten nach eigenen Aussagen „viele Möglichkeiten zur sinnvollen Freizeitgestaltung“. Für Dr. Elke Hellmuth ist dieser Biosphären-Familien-Tag, trotz der geringen Besucherzahl, erfolgreich verlaufen. „Wir sind nicht die Puhdys, aber wir hätten uns doch mehr Besucher im Rund des Naturtheaters gewünscht“. Die anwesenden Gäste aus nah und fern jedoch haben das Programm „sehr gut angenommen“. Inhaltlich seien sie zufrieden und voll des Lobes gewesen. „Es war eine hochkarätige Veranstaltung mit einem verschiedenartigen Rahmenprogramm.“

Viel Werbung sei gemacht worden, so die Mitarbeiterin der Verwaltung des Biosphärenreservates Vessertal-Thüringer Wald. So wurden u. a. Wandergruppen, Chöre oder auch Musikschulen angeschrieben, habe man in Gaststätten auf Eisbechern oder durch die Dingslebener Brauerei im Frühjahr auf Getränkeflaschen für diese Veranstaltung geworben. Es sei mehr Öffentlichkeitsarbeit als üblich betrieben worden. Auch habe man nach einem Termin gesucht, was sich im August nicht als so leicht erweist. „Da gibt es viele überregionale Veranstaltungen, aber auch im Landkreis Hildburghausen war an diesem Wochenende einiges los.“ Sogar Gäste aus Berlin seien an diesem Nachmittag dabei gewesen.

Sie verbringen ihren Urlaub in Elgersburg und haben in Ilmenau ein Plakat für diese Veranstaltung gesehen. Das Wetter war so wie an vielen der vergangenen Tage – mal Sonnenschein und mal dunkle Wolken. Ein kurzer Regenschauer konnte aber der Veranstaltung nichts anhaben. Für das leibliche Wohl war natürlich auch bestens gesorgt. Schade nur, dass einmal mehr wiederum nur eine geringe Besucherzahl den Weg in das Naturtheater Steinbach-Langenbach gefunden hat.

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