Freitag, 20.05.2022 22:41 Uhr

Glasfaserausbau in Nidda - Anfängliche Euphorie verpufft

Verantwortlicher Autor: Heinz-Willy Keusgen Nidda, 16.01.2022, 22:46 Uhr
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Nidda [ENA] Mit großem Tamtam startete am 06.Mai 2021 eine digitale Informationsveranstaltung mit dem damaligen Bürgermeister der Stadt sowie Vertreter der Deutschen GigaNetz. Die Vorzüge des schnellen Internetanschlusses sowie des schnellen Netz-Ausbaus überzeugten den daran teilnehmenden Interessenten. Nicht wenige gingen unmittelbar im Anschluss einen Zweijahresvertrag mit GigaNetz ein.

Belohnt wurde das schnelle Handeln mit einem 50€ Frühbucher-Gutschein. Die Freude auf ein zügiges Weitergehen war groß denn laut GigaNetz sei bereits ab Herbst 2021 der flächendeckende Ausbau geplant. Der erste Dämpfer trat gleich bei Phase1 „Nachtfragebündelung“ ein. Bis Ende des gewählten Datums, der 29.August 2021, wurde die erforderliche Marke von 40% nicht erreicht. Eine dreiwöchige Verlängerung war notwendig geworden. Jedoch selbst nach diesem Nachschlag konnten nur 38 % der BürgerInnen für den Breitbandausbau in der Großgemeinde gewonnen werden.

Ohne Nennung weiterer Prozentangaben ging die Firma am 20.September 2021 in den zweite Phase, einer vierwöchigen „Prüfung“ über. Am 23.Oktober trat GigaNetz in die dritte, der „Planungsphase“ ein, über die bisher ( 13.01.2022) schon 12 Wochen andauert. Stutzig machten jedoch seit Anfang November nur in der Kernstadt aufgestellte GigaNetz-Plakate mit Konterfeis prominenter MitbürgerInnen, die für den GigaNetz-Anschluss warben. Ganz offensichtlich hat die Firma weiterhin Probleme, die Menschen dort für einen Breitbandanschluss zu gewinnen. Wie prekär die Lage ist zeigt eine aktuelle Werbeaktion der GigaNetz.

In den Briefkästen der Großgemeinde landeten Flyer, die mit einer 125 € Gutscheinaktion, gültig bis zum 09. Januar 2022, die bis dato zögernde Neukunden zu gewinnen. Ein Schlag für die Frühbucher, die mit einem 50€ Rabatt „belohnt“ wurden und nach dieser Aktion wohl die Lehre ziehen, besser zu warten bis ein lukrativeres Angebot unterbreitet wird. Der GigaNetz-Container neben dem großen Lebensmittelmarkt in der Kernstadt ist verwaist, niemand ist dort erreichbar. Im Innern der Eingangstür klebt ein handschriftlicher Zettel. Diesem ist zu entnehmen, dass ein neuer Mitarbeiter in Vollzeit für die Besetzung des Containers in Nidda gesucht wird.

Die Deadline der Bündelungsphase konnte nicht eingehalten werden. Die Verlängerung brachte ebenso nicht den gewünschten Erfolg. Da weiterhin in „Planungsphase“ ist die für Herbst 2021 geplante Bauphase schon seit Monaten in Verzug. Hat sich die Deutsche GigaNetz bei 44 Projekten in zwei Bundeländer schlicht verhoben oder gehen dieser nur die Mitarbeiter aus?

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