Donnerstag, 13.08.2020 08:21 Uhr

Virtuelle Werkschau Professor Rudolf Ullik

Verantwortlicher Autor: Peter Markl Wien, 02.08.2020, 10:59 Uhr
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Rudolf Ullik
Rudolf Ullik "Boote im Hafen", Privatbesitz  Bild: Peter Markl

Wien [ENA] Der bedeutende Künstler, Arzt und Philosoph Prof. Dr. Rudolf Ullik (1900-1996) wurde posthum mit einer von Oliver Hunter gestalteten virtuellen Werkschau geehrt. Seine Galerie City-Antik widmet sich seit Jahren dem Nachlaß des vielseitigen hochbegabten international bekannten Künstlers.

Rudolf Ullik studierte an der Akademie für angewandte Kunst Wien unter Gunther Baszel und besuchte 10 Jahre die Sommerakademie von Oskar Kokoschka in Salzburg, er verkehrte aber schon in seiner Jugend im Kreise berühmter Maler: Kokoschka und Schiele in Wien, Liebermann, Slevogt und Orlik in Berlin und das Schaffen dieser Künstler - insbesondere Kokoschkas und Schieles - ist nicht ohne Einfluß auf seine eigene Malweise geblieben. Vertraut mit allen Gebieten der modernen Psychologie, wandte sich Ullik als Maler den Problemen des Tiefen - und Unterbewussten zu und experimentierte auf streng wissenschaftlicher Basis frei mit Form und Farbe.

“Seine ursprünglich dem Figurativen verwandten Aussagen verdichteten sich in logischer konsequenter Methode zu einem absolut abstrakten Stil starker aus der amorphen Sphäre tiefenbewusster Empfindungen aufsteigender Bildinhalte, die in ständiger Variation breit und kraftvoll und in aufgelockerter Technik Gestaltung finden" (Zitat: Prof. Walter M. Neuwirth). Als Autodidakt malte er hauptsächlich Landschaften, Portraits, Akte, expressionistische Metaphern. Rudolf Ulliks Nachlaß galt lange als verschollen, seine Werke - meist in Privatbesitz - waren kaum erhältlich. Oliver Hunter von City-Antik Wien hat den reichen Werkschatz (Ölbilder, Aquarelle, Tempera, Gouachen, Skizzen) professionell aufbereitet.

Das Schaffen dieser Künstler - insbesondere Kokoschkas und Schieles - ist nicht ohne Einfluss auf seine eigene Malweise geblieben. Er malte Landschaften, Porträts, Akte, expressionistische Metaphern. Sein Stil ist stark geprägt von den Einflüssen seines freundschaftlichen Lehrers Oskar Kokoschka, von Soutine, kurz von der expressionistischen Gegenständlichkeit des 20. Jahrhunderts. Vertraut mit allen Gebieten der modernen Psychologie, wandte sich Ullik als Maler den Problemen des Tiefen – und Unterbewussten zu und experimentierte auf streng wissenschaftlicher Basis frei mit Form und Farbe. Seine ursprünglich dem Figurativen verwandten Aussagen verdichteten sich in logisch konsequenter Methode zu einem absolut abstrakten Stil.

Seine schulische Ausbildung erhielt Ullik im Internat des Wiener Schottenstifts. Das Medizinstudium absolvierte er in Prag, Innsbruck und Wien, wo er 1925 zum Dr. med. promovierte. Er war Dozent, Universitätsprofessor und Vorstand der Klinik für Kieferchirurgie Wien. Seine Werke wurden periodisch im Wiener Künstlerhaus gezeigt, nebenbei gab es zahlreiche Kollektiv-Ausstellungen in ganz Europa, eine Ausstellung seiner Aquarellbilder und Acrylwerke in der Wiener Sezession (1973) und 1980 wiederum im Wiener Künstlerhaus unter dem Titel "Der Maler Rudolf Ullik" mit Katalog. 1960 sah man seine Werke im Salzburger Rupertinum. Im Ausland war Ullik unter anderem in Florenz, Buenos Aires, New York und Toulouse präsent.

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