Münster feiert den 91. Geburtstag des Dalai Lama
Münster [ENA] Mit einem friedlichen Picknick, Gebeten und tibetischen Gebetsfahnen feierten Exil-Tibeter und Unterstützer am Aasee in Münster den 91. Geburtstag des Dalai Lama. Die Veranstaltung setzte zugleich ein Zeichen für Frieden, Menschenrechte und den Erhalt der tibetischen Kultur.
Mit einem friedlichen Picknick am Aasee in Münster feierten Exil-Tibeter und zahlreiche Unterstützer den 91. Geburtstag des 14. Dalai Lama. Gebete, traditionelle Gesänge und persönliche Begegnungen prägten die Veranstaltung. Zugleich erinnerten die Organisatoren an die anhaltend schwierige Lage der Tibeter und warben für Frieden, Gewaltlosigkeit und den Erhalt ihrer Kultur.
Im Mittelpunkt der Feier standen gemeinsame Gebete, traditionelle Rezitationen und Momente der Stille. Die Teilnehmer erinnerten an das Lebenswerk des 14. Dalai Lama und bekannten sich zu seinen Botschaften von Mitgefühl, Gewaltlosigkeit und Verständigung. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und setzten damit ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit dem tibetischen Volk.
Die Veranstaltung erinnerte auch an die politische Geschichte Tibets. Nach dem Einmarsch chinesischer Truppen floh der Dalai Lama 1959 ins indische Exil. Bis heute setzen sich viele Tibeter weltweit für den Erhalt ihrer Kultur, Religion und Identität ein. Ein Informationsblatt erinnerte zudem an die Selbstverbrennung des tibetischen Aktivisten Lobga Rangzen vor dem UNO-Hauptquartier in New York, der mit seiner Tat auf die Lage in Tibet aufmerksam machen wollte.
Getragen wird das Gedenken in Münster von einer kleinen, engagierten Gemeinschaft aus Exiltibetern und Unterstützern. Gemeinsam bewahren sie die tibetische Kultur und Religion, organisieren Gebete und Informationsveranstaltungen und erinnern an die Lage ihrer Heimat. Prof. Dr. Ingo Kennerknecht von der Tibet Initiative Deutschland, Regionalgruppe Münster, betonte im Gespräch, dass gerade die politische Dimension des Tibet-Konflikts in der öffentlichen Berichterstattung häufig zu wenig Beachtung findet.




















































