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Lucerne Festival am Piano Tastentag 3 Nareh Arghamanyan

Verantwortlicher Autor: Léonard Wüst Luzern, 25.01.2017, 11:49 Uhr
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Nareh Arghamanian
Nareh Arghamanian   Bild: Peter Fischli, Lucerne Festival

Luzern [ENA] Besetzung und Programm:Nareh Arghamanyan Klavier Aleksandr Skrjabin Klaviersonate Nr. 3 fis-Moll Sergej Rachmaninow Ausgewählte Lieder in Klaviertranskriptionen Nikolai Medtner Sonata Reminiscenza a-Moll Igor Strawinsky Der Feuervogel Michail Glinka Nocturne La separation Mili Balakirew,Islamej

Konzert im Rahmen des Tastentags Der Tastentag widmete sich der russischen Klavierschule mit Martin Meyers Lecture (14.00) und den Pianisten Georgy Tchaidze (11.00), Alexej Gorlatch (16.00) und Nareh Arghamanyan (18.00). Einen Streifzug durch hundert Jahre russische Musikgeschichte unternahm dabei Nareh Arghamanyan. Sie wurde am 21. Januar 1989 in Armenien (damals noch Teil der Sowjetunion) geboren, begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel und schon drei Jahre später wurde sie am staatlichen Tschaikowsky-Konservatorium in Eriwan aufgenommen, mit 15 Jahren wurde sie an die Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien zugelassen.

Die Künstlerin stellte kurzfristig die Reihenfolge um und startete mit der Komposition von Nikolai Medtner und stellte Strawinskys „Feuervogel“ an den Schluss. Eine glückliche Entscheidung, wie sich erweisen sollte, waren doch die Werke der zuletzt gespielten drei Komponisten die technisch spektakulärsten. Dagegen wirkten selbst die vorher gespielten Stücke von Skrjabin und Rachmaninow relativ brav. Richtige Trouvaillen, da weniger bekannt, dagegen Michail Glinka und Mili Balakirew, deren Werke zwischen denen der arrivierteren Komponisten zur Aufführung gelangten.

Im 19. Jahrhundert galt „Islamej“, orientalische Fantasie für Klavier von Mili Balakirew, als beinahe unspielbar. Aleksandr Skrjabin soll sich beim Üben derselben sogar die rechte Hand verletzt haben, wurde kolportiert. Aber für die Armenierin schien selbst diese Höchstschwierigkeit nicht das geringste Problem zu sein, meisterte sie doch die Tücken der Partitur mit ihrer stupenden Technik brillant.

Es folgte der krönende Abschluss mit Strawinsky: Danse infernale, Berceuse und Finale aus „Der Feuervogel“, arrangiert für Klavier von Busoni – Schüler Guido Agosti. Hier konnte die Pianistin nochmal so richtig in die Tasten greifen, das Publikum zu Bravorufen animieren. Fulminante Läufe, effektvoll gesetzte Fortissimi und animierte Körpersprache perfektionierten das Gesamtkunstwerk.

. Stürmischer Applaus inklusive stehende Ovation war die verdiente Anerkennung für eine aussergewöhnliche Klaviervirtuosin an diesem Tastentag.www.leonardwuest.ch Für aktuelle regionale Nachrichten und Kultur aus der Innerschweiz besuchen Sie auch die www.innerschweizonline.ch Aktuelles regionales und Kultur aus dem Ruhrgebiet finden Sie auch auf www.bochumer-zeitung.net

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