Sonntag, 19.01.2020 04:00 Uhr

Leinwandstar verlässt Speyer

Verantwortlicher Autor: Historisches Museum Speyer, 14.01.2020, 17:28 Uhr
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Speyer [Historisches Museum] Am vergangenen Sonntag endete die Ausstellung „Marilyn Monroe. Die Unbekannte“ im Historischen Museum der Pfalz Speyer. Rund 65.000 Besucher ließen sich in den Bann der unvergessenen Schauspielerin und Stil-Ikone ziehen, unter ihnen der bekannte Showmaster und Moderator Frank Elstner sowie Ministerpräsident a.D. Bernhard Vogel. Wegen der Begeisterung der Besucher für die ungewöhnlichen Einblicke in das Leben

des Hollywood-Stars wurde die Schau bis zum 12. Januar 2020 verlängert. „Mit der biographischen Ausstellung zu Marilyn Monroe haben wir uns als Kulturhistorisches Museum auf ungewohntes Terrain begeben. Der Blick auf eine herausragende Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts bot zugleich die Gelegenheit, spannende politische Zeitumstände in den USA, wie etwa Kennedys Präsidentschaft, den Korea-Krieg, die McCarthy-Ära, die Rassentrennung oder auch generell das Geschlechterverhältnis in den 50er Jahren zu beleuchten“, so Direktor Alexander Schubert.

Die Ausstellung zeigte auf 1000 Quadratmetern rund 400 Exponate, darunter viele Objekte aus dem Nachlass der Leinwand-Legende, die tiefen Einblick in ihr Privatleben gaben: Zu den ganz persönlichen Exponaten zählen Marilyn Monroes Terminkalender von 1961 mit privaten Aufzeichnungen, aber auch Schuhe, Kleidungsstücke, private Fotoaufnahmen, Zeichnungen und Briefe. Der Großteil der Objekte stammte aus der exklusiven Privatsammlung von Ted Stampfer, der weltweit in Art und Zusammenstellung größten Sammlung. Als letztes Objekt kam eines der berühmtesten Porträts von Marilyn Monroe nach Speyer:

das Wilhelm-Hack Museum Ludwigshafen lieh dem Historischen Museum der Pfalz für die letzten sechs Wochen eine der weltbekannten originalen Siebdruckgrafiken von Andy Warhol aus. Und nicht zuletzt konnte im Rahmen der Ausstellungsarbeiten eine biografische Lücke im Leben des deutschen Fotografen Manfred Linus Kreiner geschlossen werden, der 1959 während der Werbetour in Chicago zu dem Film „Manche mögen‘s heiß“ einzigartige Bilder von Marilyn Monroe machen durfte. War bis 2019 die genaue Herkunft des Fotografen unbekannt, konnte das Museum mit Hilfe des Stadtarchivs Speyer belegen, dass er 1926 in Speyer geboren wurde.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung reichte von einem Monroe-Filmabend im Wohnzimmer der Speyerer Oberbürgermeisterin über Sonderaufführungen des Billy Wilder-Klassikers „Manche mögen`s heiß“ in Kooperation mit dem Cineplex-Kino über Fachvorträge im Historischen Museum der Pfalz bis zum Schminkkurs „Schön wie Marilyn“ mit der VHS Speyer.

Noch bis zum 14. Juni zeigt das Historische Museum der Pfalz die interaktive Schau für Familien „Der Grüffelo – Die Ausstellung“ und bis zum 21. Juni die kulturhistorische Ausstellung „Der Medicus – Die Macht des Wissens“. Das Historische Museum der Pfalz ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, an Feiertagen auch montags. Weitere Informationen unter www.museum.speyer.de.

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