Sonntag, 13.06.2021 16:26 Uhr

Kunst als Markenartikel

Verantwortlicher Autor: Landschaftsverband Rheinland Brauweiler./Den Haag., 14.05.2021, 17:25 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Kunst, Kultur und Musik +++ Bericht 3877x gelesen

Brauweiler./Den Haag. [ENA] Kunst als Markenartikel. LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland unterstützt niederländisches Datenbankprojekt zur Erforschung alter Kunstwerke /Kooperationsvertrag besiegelt Zusammenarbeit. Signaturen und Marken an Kunstwerken können viel über deren Entstehungsgeschichte verraten, sofern sich die Zeichen zuordnen lassen. Dabei soll eine Datenbank helfen, an deren Aufbau das niederländische Institut für

Kunstgeschichte in Den Haag seit einigen Jahren arbeitet. Nun bekommt das Projekt Unterstützung aus dem Rheinland vom Landschaftsverband Rheinland (LVR). Im Rahmen eines Kooperationsvertrags, den Milena Karabaic, LVR-Dezernentin Kultur und Landschaftliche Kulturpflege unterzeichnet hat, stellt das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland (LVR-ADR) künftig seine dafür einschlägige Dokumentation dem niederländischen Institut zur Verfügung.

LVR-Kulturdezernentin Milena Karabaic begrüßt die Vernetzung des LVR-ADR mit verschiedenen wissenschaftlichen Institutionen, wie zukünftig die mit dem RKD – Nederlands Instituut voor Kunstgeschiedenis: „Es ist großartig, dass der LVR durch diese Kooperation seinen Beitrag zur Erforschung alter Kunstwerke leistet. Schließlich lassen die dokumentierten Marken Rückschlüsse auf Alter, Entstehungsort, Werkprozess, Handel und Transportwege zu und erlauben tiefe Einblicke in den historischen Entstehungsprozess.“

Die umfangreiche Fotosammlung dokumentiert Markierungen und andere Zeichen an denkmalgeschützten Kunstwerken und Möbeln, die zwischen 1300 und 1700 im Rheinland entstanden sind. Dazu gehören unter anderem Monogramme, klassische Signaturen, Hausmarken, Schlagmarken zur Qualitätskontrolle und Markierungen, die beispielsweise als Anleitung zum Aufbau mehrteiliger Altaraufsätze dienten. Die Fotowerkstatt des LVR-ADR hat die Bildbestände, die nun in die niederländische Datenbank einfließen, auf Initiative der Restaurierungswerkstätten des Denkmalpflege-Fachamts angefertigt. Diplom-Restaurator Marc Peez, Leiter der Restaurierungswerkstatt für organische Materialien,

beschäftigt sich schon lange mit entsprechenden Marken an historischen Bildwerken: „Die Künstlerinnen und Künstler haben bereits im Mittelalter diesseits und jenseits der heutigen Grenze zu den Niederlanden gearbeitet. So ist es nur sinnvoll, eine gemeinsame Datenbank für diese Kunstlandschaft zu pflegen und unsere langjährige gute Zusammenarbeit mit dem niederländischen Institut für Kunstgeschichte durch den Kooperationsvertrag zu verstetigen.“ Weitere Informationen unter https://rkd.nl/nl/projecten-en-publicaties/projecten

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.