Freitag, 16.11.2018 04:11 Uhr

Kultur- und Heimatfreunde Stadt Zons feierten Jubiläum

Verantwortlicher Autor: Horst-Peter Nauen Zons , 16.10.2018, 13:00 Uhr
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25 Jahre Kultur- und Heimatfreunde Stadt Zons
25 Jahre Kultur- und Heimatfreunde Stadt Zons  Bild: stadtzons

Zons [ENA] Mit einer großen Jubiläums-Gala feierten am Samstag, 13. Oktober 2018, die Kultur- und Heimatfreunde der Stadt Zons ihr 25-jähriges Bestehen. Zu den Gratulanten zählte auch NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach. Die Landespolitikerin trug sich ins goldene Buch der Stadt ein und hielt eine Festrede.

Die alte Zollfeste Zons am Rhein, zwischen Düsseldorf und Köln gelegen, blickt auf eine 600-jährige Geschichte zurück und gilt heute als besterhaltene Befestigungsanlage am Niederrhein. Schon im Jahre 1373 erhielt Zons sein Stadtrecht, viele der im Mittelalter und in den nachfolgenden Jahrhunderten errichteten Gebäude sind bis heute noch sehr gut erhalten. Jedes Jahr besuchen mehr als 700.000 Besucher das Städtchen mit seinem einzigartigen mittelalterlichen Ambiente.

Um die Kultur der alten Zollfeste zu erhalten gründeten im Jahre 1993 heimatbewusste Zonser Bürgerinnen und Bürger den Verein "Kultur & Heimatfreunde Stadt Zons". Sie hatten sich zur Aufgabe gemacht, Überliefertes zu bewahren und Neues sinnvoll weiter zuentwickeln, die Geschichte und die Kultur des mittelalterlichen Städtchens, den einheimischen Menschen durch öffentliche Veranstaltungen zu vermitteln. Der erste Höhepunkt des Vereins war ein Jahr später, das 1. Zonser Mühlenfest, zur Erinnerung an die Wiederinbetriebnahme der Mühle vor 300 Jahren sowie eine Ausstellung mit über 100 alten Originalaufnahmen "Menschen, Türme und Mauern im alten Zons."

Stadt-Museum Zons
Matthäusmarkt in Zons
Pfarrscheune Zons

Aus Zons für Zons - das ist der Anspruch der Ehrenamtlichen bei den Kultur- und Heimatfreunden: Bis heute haben die Mitglieder und Freunde des Vereins zahlreiche Veranstaltungen, Bühnenaufführungen und andere Projekte erfolgreich umgesetzt. Dazu gehören etwa auch das von dem Düsseldorfer Künstler Bert Gerresheim erschaffene Denkmal für den Zonser Stadtgründer Erzbischof Friedrich von Saarwerden vor dem Rheintor oder der Stelenpfad auf dem Wallgraben, der mit Aphorismen deutscher und internationaler Autoren zum Nachdenken anregt.

Die Lebende Krippe

Nach einer Idee des damaligen Vorsitzenden Karl Kress - wird seit 2003 die Geschichte von Bethlehem in Form einer Lebenden Krippe gespielt. Die Darsteller in aufwendigen Kostümen, begleitet von einem echten Esel und einigen Schafen, präsentieren sich auf der Zonser-Freilichtbühne und locken in der Advendtszeit mehr als 4.000 Besucher an. Die Aufführungen sind für die Besucher kostenlos, die erbetenen Spenden gehen an soziale Zonser Einrichtungen.

Das neuste Projekt ist ein steinerner historisierter Backofen nahe des niedergermanischen Limes am Schützenplatz. Hier soll nach traditionellen Rezepten Roggenritterlandbrot, Sauerteigbrot und Weißbrotstangen voraussichtlich ab Mai 2019 gebacken werden. Titelfoto: (v.l.) Kreisdirektor Dirk Brügge, Landtagsabgeordnete Heike Troles, Landrat Hans Jürgen Petrauschke, Ministerin Ina Scharrenbach, 1.Stellvertretender Bürgermeister Hans Sturm, 2. Stellvertretender Bürgermeister Michael Dries, 1. Beigeordneter Robert Krumbein und Karl Kress.

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