Samstag, 21.09.2019 04:33 Uhr

Das ehemalige Gasthaus zur Goldenen Glocke

Verantwortlicher Autor: Peter Markl 1050 Wien, 06.09.2019, 20:19 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Kunst, Kultur und Musik +++ Bericht 5619x gelesen
Die Goldene Glocke
Die Goldene Glocke  Bild: Peter Markl

1050 Wien [ENA] Das Gasthaus „Zur goldenen Glocke“ in Wien Margareten, Kettenbrückengasse 8, steht seit über 4 Jahren leer. Den letzten Pächtern war wohl das Glück nicht beschieden. Obgleich ein uriger Schankraum, einige Nebenspeisezimmer und last but not least der klassische herrliche Gastgarten vorhanden sind.

Die zwei riesigen volkstümlichen Wandmalereien, gefertigt um 1926 zum Thema Musik aus Wien waren immer ein Anlaß, während des Essen zu raten, wer da abgebildet sei. Der Garten gewann 2013 in der Kategorie "Versteckte Juwele" den Goldenen Schani. Das Gebäude wurde 1830 anstelle der Gartenhütte der erzbischöflichen Küchengärten von Franz Lausch als dreistöckiges Wohnhaus mit Hof in der Mitte errichtet. Schon 1838 wurde ein Gasthaus zu Glocke Kettenbrückengasse im Wiener Fremdenblatt erwähnt. Man findet sonst nicht viel in den alten Zeitungen, aber zum Beispiel: Im Juli 1869 musste der damalige Pächter Hundert Fuhren Geschlichtetes Eis verkaufen.

Da das Haus vis-a-vis von Franz Schuberts Sterbezimmer (Kettenbrückengasse 6 im 2.Stock in der Wohnung seines Bruders) liegt, bringt und brachte man öfter den Gasthof mit Schubert in Verbindung. Doch er hat es nicht mehr erlebt, er verstarb am 18.11.1828. Dafür kannten viele andere Künstler aus Nah und Fern das familiär geführte wunderschöne Gasthaus mit ausgezeichneter Wiener Küche und kamen immer wieder gerne als Gäste.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.