Dienstag, 17.09.2019 07:16 Uhr

Ab jetzt mache ich immer Abschiede - es war gut so.

Verantwortlicher Autor: Juergen Rudolf Dikken-Wenzel Darmstadt/Bad Kreuznach, 29.06.2019, 12:16 Uhr
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Darmstadt/Bad Kreuznach [ENA] Zitat KS Elisabeth Hornung. Doch so ganz möchte man es nicht glauben, dass sich Frau Kammersängerin einem solchen Stress aussetzen möchte. Diese Verbeugungen, immer und immer wieder. Zudem die Schlepperei, denn die ihr zum Abschied gereichten Blumenbuketts waren an Üppigkeit bislang kaum überbietbar. Der frenetische Applaus erreichte in Darmstadt Höchstwerte. Der Abschied von ihrem Publikum hat begonnen - und tut weh

Première & Dernière. Diese Geschichte begann am 21. Oktober 1984 am Staatstheater Darmstadt mit Dvoràks "Rusalka", der bitter-süssen Geschichte um die Wassernixe die doch so gerne 'ihren' Priinzen lieben möchte. Unter der musikalischen Leitung von Günther Bauer-Schenk in Inszenierung, Bühne und Kostümen in Personalunion von Martin Schlumpf sang und spielte sie "Jezibaba", die Hexe. Ihr zur Seite und auf der Bühne ihre Freundin Gerda Leypoldt-Svetlev als "Rusalka", David Griffith als Prinz. Pamela Porter-Arnold als Fremde Fürstin, Marek Gasztecki gab den Wassermann. Wolfgang Lange (Heger), Susanne Freyler (Küchenjunge), Suzanne Rodas, Alison Browner und Camilla Ueberschaer waren die drei Elfen, Schwestern der Rusalka. Ein Märchen war es!

Ganze 35 Jahre später dann die Dernière, Elisabeth Hornung's Abschied. Inzwischen geehrt mit dem noblen Titel einer Kammersängerin. Wie anders sollte es gefühlt richtig und in den Herzen ihrer Zuhörerschaft sein: "Rusalka" in neuer Inszenierung - doch "Jezibaba" noch immer mit Elisabeth Hornung. Das Kostüm nicht mehr so märchenhaft wie vor 35 Jahren, höchst originell (es macht doch so ein 'schlankes Bein'). Es ist ihr Abschied von der Bühne. Und genau den möchte ihr "ihr Publikum" versüssen mit enormem Applaus, zu Herzen gehenden Worten. Man möchte sie nicht gehen lassen. Den grossen Moment fest halten, sie, die Grosse Hornung, Frau Kammersängerin, hat es sich zig-tausendfach verdient, geehrt zu werden. Adieu Elisabeth! Wir bedanken uns!

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