Dienstag, 16.10.2018 21:33 Uhr

Unsere Kreuznacher 'Neustadt'- gastronomisch betrachtet.

Verantwortlicher Autor: Juergen Rudolf Dikken-Wenzel Bad Kreuznach, 08.08.2018, 11:37 Uhr
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Bad Kreuznach [ENA] Gelegentlich, mehr oder weniger oft, nutzen wir die Gastronomie. Haben natürlich auch gewisse Vorstellungen dazu. Das bedeutet erst einmal den Standort, wo wir uns aufhalten und wo gerade die schönste Kneipe um die Ecke auf uns wartet. Oder wo das leckerste Steak auf der Speisenkarte lockt. Die Auswahl ist nicht immer gross, also muss mit Bedacht ausgesucht werden. Nachbarschaftliche Empfehlungen nützen wir gerne aus

Die Neustadt bietet eine kleine Auswahl an Lokalitäten. Und die sollen hier kurz erwähnt werden. Dies also ist kein Gastro-Führer, kein Restaurant-Test. Sondern 'angerissen' werden nur ein paar Namen und kleine Bemerkungen. Die für Jedermann unverbindlich sind und nach eigenem Gutdünken ausgewertet werden dürfen - um den nächsten Gaststättenbesuch angenehm werden zu lassen.

Ein "Käuzchen" bietet sich an als Café-Bistro, mit zumeist einer illustren und frohgestimmten Besucherschar und einem einfachen Angebot bodenständiger Speisen. Hier also gibt's noch die Linsensuppe aus früheren Zeiten. Leider muss man sich eine Kuchenauswahl versagen. Dazu gibt es schräg gegenüber und nur tagsüber zu üblichen Ladenöffnungszeiten einen Bäckerladen "Gräff" mit Süsskram, Brötchen etc. , Sitzgelegenheiten inklusive. Gegenüber wartet des Abends und bevorzugt spätabends ein gewisser "Moritz" auf Gäste. Ein durchaus gepflegtes Lokal mit riesiger Getränkeauswahl, kein Wunsch bleibt versagt. Doch leider kein Tag-Betrieb und eher was für jene, die abendliche Unterhaltung wünschen.

"Dreistein" verweist ganz eindeutig auf den Gebrauch einer Shisha und im Vorbeigehen darf man getrost kurz die Augen schliessen und den verlockenden Duft aus Tausend-und-einer-Nacht wahrnehmen. Einschliesslich dem Geblubber der Wasserpfeifen. Ein sehr schönes, stimmungsvoll ausgeleuchtetes Lokal, blitzsauber und die vorwiegend jüngeren Gäste geben sich gerne etwas weltoffen und bestaunt von den vorübergehenden Passanten. Beschwingt und noch betört vom Duft der drei Steine unten in der Wasserpfeife lockt das kleine "Crèma" mit dem köstlichsten Cappuccino der Neustadt. Es sollte der Schilder-Blockade nicht bedürfen, hier locker-flockig-unbeschwert einzukehren. Direkt daneben eine "Lieferbar", die gegen Bares Esswaren ins Haus liefert.

Eine Krone im Firmenschild "Krone" verweist auf einen Anspruch, den man nicht nur haben soll sondern sich erst verdienen muss. Der vom Wirt beanspruchte Titel, Deutschlands jüngster Gastronom zu sein, ist zu gross bemessen, ER jedenfalls ist es nicht. Die Küche liefert konsequent Gebratenes mit dunklem Touch. Das ist anders gegenüber, wo "Bella Italia" italienisch zu sein vorgibt und dabei die korrektermassen wirkliche türkische Küche somit Auswärtiges bietet. Geboten wird den Gästen penetrant ein Händedruck von Chef und/als auch Personal. Das ist ein faux-pas der Extraklasse. Denn wer die Hand reicht zum Gruss, der ist nach Herrn Knigge (und der hat dabei noch immer das Sagen) der Ranghöchste. Alles andere ist absolut unkorrekt.

Also merke man, da läppert sichs ab Spätnachmittag, frühen + späteren Abend so allerlei zusammen. Was (ohne einen 'Zwischengang' der Handreinigung) sich in warmen Händen anreichert + weitergereicht wird. Na, Mahlzeit. Gegenüber gibt's wurmstichiges Mobilar und kleine Speisen aus den Küchen der vorgenannten Lokalitäten. Also, nicht wundern, wenn gefüllte Teller kreuz und quer über den Salzmarkt getragen werden. Zum Abschluss der kleinen Lokalrunde noch etwas "Halligalli" und den letzten Kaffee nimmt man im kleinen "Hartung". Bei Leckereien aus deren Backstube. Klein, fein und leider stets umschwämt von fleissigen Völkchen. Biene Maja lässt grüssen.

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