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Grüne Woche: Wieder über 400.000 Besucher

Verantwortlicher Autor: Horst-Peter Nauen Berlin, 28.01.2020, 14:17 Uhr
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Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Stand der Niederländer
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Stand der Niederländer  Bild: messe.berlin

Berlin [ENA] Die Grüne Woche 2020 setzte starke Impulse für eine nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft: Auswirkungen des Klimawandels sowie die intensive Diskussion um nachhaltige, ressourcenschonende und umweltfreundliche Produktionsverfahren prägten den agrarpolitischen Messeverlauf.

Die "Internationale Grüne Woche Berlin 2020" hat auch in diesem Jahr ihren Stellenwert als globale Leitmesse für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau unterstrichen. Wie im Vorjahr kamen über 400.000 Messe- und Kongressbesucher in die Messehallen am Berliner Funkturm, darunter etwa 90.000 Fachbesucher aus 75 Ländern. Im Zentrum der Diskussionen standen vor allem die Herausforderungen des Klimawandels für die Land- und Ernährungswirtschaft sowie Lösungsansätze für nachhaltige ressourcenschonende und umweltfreundliche Produktionsverfahren. Ebenso die Qualität und Sicherheit von Nahrungsmitteln, das Tierwohl und die Sicherung der Welternährung waren viel diskutierte Themen der Messe.

Das diesjährige Partnerland Kroatien präsentierte Spitzenprodukte seiner Land- und Ernährungswirtschaft unter dem Slogan "Die Kultur der Agrikultur". Der Premierminister des Landes, Andreij Plenkovic, nannte die Partnerschaft mit der Grünen Woche "die Krone unserer Teilnahme". Die kroatische Landwirtschaftsministerin Marija Vuckovic gab sich sicher, dass die Partnerschaft mit der Grünen Woche zu einem Schub bei den kroatischen Lebensmittelexporten führe.

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes wertete den Verlauf der Grünen Woche 2020 wie folgt: ,,Für den Deutschen Bauernverband war die Grüne Woche ein Erfolg. Der Dialog mit den Verbrauchern und der Politik war uns, nach diesem schwierigen Jahr für die Landwirtschaft, besonders wichtig. In vielen Gesprächen konnten wir erklären, wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen sind und dass es notwendig ist, beispielsweise für mehr Tierwohl an der Ladentheke etwas mehr Geld auszugeben.

"Du entscheidest" - Das Hallenmotto der Bundesregierung

Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, resümierte: ,,Mit unserem Hallenmotto "Du entscheidest" haben wir den Besuchern einen Perspektivenwechsel ermöglicht. Sie konnten bei uns erfahren, was sie als Verbraucher im Alltag mitbestimmen und entscheiden können - und damit Einfluss ausüben, was auf dauer produziert wird. Die Grüne Woche war zudem Startpunkt für unsere Dialogreihe. Landwirte und Verbraucher fühlen sich häufig missverstanden, den Bauern fehlt es an Wertschätzung. Deshalb werden wir ab dem Frühjahr bundesweit einladen, alle gemeinsam an einen Tisch - Umweltverbände, Politik, Medien, Verbraucher und natürlich unsere Bauern. Wir müssen offen sein für die Position, die Haltung des anderen."

Regionale Produkte sind voll im Trend

Regionalität kommt beim Publikum, vor allem aber auch bei den Fachbesuchern sehr gut an. Die kleineren und mittleren Unternehmen in nationalen und internationalen Länder-präsentationen verzeichneten von Vertretern aus Handel und Gastronomie ein gestiegenes Interesse an regionalen Produkten, das zu einem weiteren Nachmessegeschäft führen wird. Das Publikum der Grünen Woche 2020 zeigte sich auch sehr konsumfreudig und gab mehr als 52 Millionen Euro (2019: 51 Mio. Euro) für den Verzehr vor Ort beziehungsweise für den Kauf von Waren aus.

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