Montag, 23.04.2018 06:01 Uhr

Wiesbaden verlor im Aufstiegskampf

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Wiesbaden, 14.04.2018, 12:22 Uhr
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Die Rothemden aus Wiesbaden in einem intensiven Abwehrkampf (Nr. 4).
Die Rothemden aus Wiesbaden in einem intensiven Abwehrkampf (Nr. 4).  Bild: 1. FCM

Wiesbaden [ENA] Im Kampf um den Aufstieg verlor der SV Wehen Wiesbaden in der 3. Liga mit 1:2-Toren gegen den Gast, den 1. FC Magdeburg, vor heimischem Publikum. Mit diesem Match-Gewinn schlossen die Elbestädter zum Spitzenreiter SC Paderborn auf. Denn sie besitzen, genauso wie er,...

...jetzt 70 Plus- Punkte in der Tabelle. Der FCM liegt nur durch die schlechte Tor- ausbeute auf dem 2. Platz. Wehen Wiesbaden ist im Augenblick Dritter mit 62 Punkten. Damit rückt die Härtel-Elf immer näher dem Aufstieg in die 2. Liga. Vor dem Spiel hatten die beiden Trainer Veränderungen in ihrer Start-Elf gegenüber den letzten Spielen vorgenommen. Der Wiesbadener Trainer Rüdiger Rehm nahm gleich drei in drei Positionen gegenüber der 0:1-Niederlage bei Preußen-Münster vor. Es spielten zunächst Funk, Dittgen und Ruprecht für Andrich - er muss eine Rot-Sperre absitzen -, Pezzoni und Brandstätter (Gelb-Rot).

Der Gast veränderte die Torwart-Position

Der Magdeburger Trainer Jens Härtel veränderte nach dem 2:0-Sieg gegen SC Karlsruhe nur die Torhüterposition. Alexander Brunst ersetzte damit den angeschlagenen Jan Glinker. Der laboriert an einer Achilles-Sehnen-Verletzung. Am Anfang des Spiels wirkten beide Mannschaften sehr hektisch Es dominierten zumeist ungenaue Pässe auf beiden Seiten. Trotzdem besaß der Wehener Angreifer Andrist in der 6. Minute eine gute Chance, den FC-Keeper Brunst zu prüfen. Nach 15. Minuten wird der 1. FCM immer dominanter, doch dann gab es eine sehr gefährliche Situation in der 16. Minute für den Gast, bei dem sich der Gastgeber-Keeper mit einer Glanzparade auszeichnete. Der Wiesbadener Angreifer Patrick Funk konnte jedoch nicht einnetzen.

"Gold-Köpfchen" Christian Beck nickte zum 1:0 ein

Kurz vor dem Halbzeit-Pfiff gab es für die Gäste noch eine Schrecksekunde. Ihr Torwart Brunst vergeigte auf der Außenbahn den Ball. Er verlor den Ball in einem riskante Dribbling. Das Spielgerät kam zu Stefan Andrist, doch dessen Kopfball flog am leeren Tor vorbei. Nach dem Wechsel werden die Aktionen der Magdeburger ziel- gerichteter. Ihre Ballstafetten sorgten für viel Unruhe in der Wiesbadener Abwehr. Nach einer Flanke von Marcel Costly netzte Christian Beck aus dem Fünf-Meter-Raum wuchtig in die Maschen der Wiesbadener ein (1:0).

Tore im Minuten-Takt

Gleich 7 Minuten später gewinnt der umtriebige Costly einen Zweikampf und schießt aber knapp am Wehener Tor vorbei. Und dann in der 71. Minute die entscheidende Situation: Zunächst trifft der äußerst agile, technisch versierte Tobias Schwede zum 0:2 für Magdeburg. Und 60 Sekunden danach gewinnt der Wiesbadener Schäffler den Ball und schießt ihn zum 1:2 in den Magdeburger Kasten. In den letzten Minuten vor Spielende erhöhten die Gastgeber noch einmal den Druck, doch ihre Bemühungen waren nicht von Erfolg gekrönt.

Trainerstimmen:

Jens Härtel Magdeburg: "Wir wollten den Dreier landen und sind natürlich hoch zufrieden mit dem Ergebnis. Es war uns im vorhinein bewußt, dass es ein schweres Stück Arbeit wird. Wir sind gut reingekommen, leider haben wir in der ersten Halbzeit unsere Aktionen nach vorn nicht gut ausgespielt. Wir haben ein paar Situationen ausgelassen. Nach hinten standen wir sicher. In der 2. Halbzeit haben wir das Umschalten besser gemacht. Wir haben zielstrebiger und klarer gespielt, das beweisen die 2 Tore. Dann etwas gesuhlt im Erfolg und dann bekommst du direkt den Anschluss. Dann kam natürlich eine lange viertel Stunde, wo wir ein bisschen leiden mussten, aber alles reingehauen haben. Ich denke, insgesamt gesehen war unser Sieg nicht unverdient."

Rüdiger Rehm (Wiesbaden): "Glückwunsch nach Magdeburg. Es war ein heißes und intensives Spiel. Ich kann meiner Mannschaft auch keinen Vorwurf machen. Die Präzision in die Spitze hat in der ersten Halbzeit auch bei uns gefehlt. Unsere Entscheidungsfindung war in der ersten Halbzeit nicht immer perfekt. In einer viertel Stunde hatten wir gepennt, der Gegner war dann besser. Diese viertel Stunde reichte den Magdeburgern auf die Siegerstraße zu kommen. Was meine Mannschaft die letzten 25 Minuten abgeliefert hat, war großer Sport. Wir haben dann viel Vollgas gegeben. Die Mannschaft, die insgesamt ein wenig weiter ist, was die Präzision und Cleverness angeht, hat heute gewonnen."

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