Samstag, 23.09.2017 11:16 Uhr

Pokalgewinner durch Niederlage entthront

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Halle (Saale), 21.04.2017, 05:31 Uhr
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 Magdeburg im Sieges-Freuden-Taumel, Sportfoto.
Magdeburg im Sieges-Freuden-Taumel, Sportfoto.  Bild: Norman Seidler

Halle (Saale) [ENA] Der vorjährige Pokalgewinner um den FSA-Pokal der Hallesche FC wurde durch den potentiellen Dauerkonkurrenten, den 1. FC Magdeburg, in einem spannenden Match, durch eine 3:1-Niederlage entthront. Der 1. FC Magdeburg trifft nun im Finale auf den Parallel-Finalisten Germania Halberstadt.

Beide Teams in dem ewigen "Sachsenanhaltischen Duell" zeigten sich sofort entschlossen, durch einen Sieg gegen den Kontrahenten zur Trophäe greifen zu dürfen. Die HFC-Mannschaft kämpfte anfangs mit größerer Bravour. Sie dominierte weitgehend im Mittelfeld. Doch im Magdeburger Strafraum erwiesen sich ihre Sturmspitzen zu harmlos. Doch ein plötzlicher Konter durch den FCM-Kapitän Marius Sowislo landete als gefährliche Rakete in den Armen des HFC-Keepers Schnitzler. Und schon wenige Minuten danach fiel in der 30. Minute das 1:0 für die Gäste durch einen groben Fehler durch Schnitzler. Gleich 6 Minuten nach dem Wechsel traf der Hallenser Martin Rösel mit einem kapitalen Freistoß den oberen Kantenteil der Latte.

Schnelles Umkehrspiel durch Halle führte zum Ausgleichstor

Die Magdeburger drängten durch schnelles Umkehrspiel auf ein weiteres Tor. Doch wie zum "Hohn" fiel für Halle das Ausgleichstor zum 1:1. Das entsprang aus einer Ecke. Die landete im Magdeburger Strafraum. Es gab ein Gewusel zwischen Angreifern und Verteidigern um den Ball. Doch letztendlich erwischte der Kapitän der Gastgeber Klaus Gjasula den Ball, den er gekonnt an dem gegnerischen Torwart Leopold Zingerle vorbei ins Tor einnetzte. Das war ein Weckruf für die Magdeburger.

Grober Schnitzer durch Schnitzler

So strebte ihr Mittelfeld-Akteur Tobias Schwede in der 78. Minute auf das gegnerische Tor zu. Nur durch die energische Rettungstat des Hallensers Toni Lindenhahn wurde ein weiteres Tor verhindert. Doch 2 Minuten später zirkelte Nico Hammann eine Ecke vor das Tor von Schnitzler. Mit einem so nicht gewollten Kopfball lenkte Fabian Baumgärtl in das eigene HFC-Tor zum 1:2. Doch er wurde durch die ebenfalls hohe Kopfball-Sprung-Bewegung des FCM-Mittelfeld-Spielers Jan Löhmannsröben irritiert.

Tarek Chahed schoss aus 40 Metern ins leere Tor zum 3:1 ein

Zwar versuchte die Hallenser Mannschaft in den letzten 7 Minuten das Blatt noch zu wenden. Sogar ihr Keeper Schnitzler befand sich im gegnerischen Strafraum, um ein zahlenmäßiges Übergewicht zu erreichen. Doch buchstäblich in letzter Minute erwischte der FCM-Angreifer Tarek Chahed den Ball und schoss ihn aus 40 m Entfernung unter Bedrängnis in das leere, gegnerische Tor zum 3:1 für seine Mannschaft ein.

Trainerstimmen:

Jens Härtel (Magdeburg): "Es war wichtig, in meinem 3. Pokalspiel gegen Halle endlich mal einen Sieg geholt zu haben. Wenn man das Spiel so sieht, waren wir vielleicht auch der glückliche Sieger. Halle hatte in der ersten Hälfte viele gute Aktionen. Aber keine so klaren Chancen. Aber sie hatten mit viel Dominanz gespielt. Bei uns gab es Probleme mit dem System 3:5:2. Nach der Umstellung auf 4:2:3:1 waren wir stabiler. Wir mußten viel Vollgas geben, weil auch Halle das Spiel unbedingt gewinnen wollte. Am Ende waren wir die Glücklicheren."

Rico Schmitt: "Glückwunsch an Magdeburg. Die waren brutal, effektiv. Wir haben eine sehr gute 1. Halbzeit gespielt. (...) Doch wir schafften es nicht, trotz guter Angriffe, eine Effektivität im Strafraum zu entwickeln. Insgesamt zeigten wir eine gute Leistung, auch mit diesem Rückschlag zum 0:1. Trotzdem haben wir weiter nach vor engagiert gespielt. So hatte Marvin Ajanin die Chance zum Ausgleich. Das ist auch dann später gelungen. Doch leider schlugen wir uns in der einen oder anderen Situation selbst. Magdeburg ist immer gefährlich bei Standards. Nach dem 1:2 haben wir alles nach vor geworfen. Doch das Glück war heute nicht auf unserer Seite. Das Ergebnis ist für unseren Verein und die Fans ein schwerer Schlag."

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