Samstag, 25.11.2017 12:21 Uhr

Mehrfach Champion-League-Sieger gestrauchelt

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Leipzig, 19.05.2017, 11:51 Uhr
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Der Leipziger Jurdzs (weißes Trikot) beobachtet den Zweikampf.
Der Leipziger Jurdzs (weißes Trikot) beobachtet den Zweikampf.  Bild: Eroll Popova

Leipzig [ENA] Der THW Kiel , der bisherige absolute Champion der Handball- Bundesliga, weilte beim SC DHFK Leipzig zum Punktspielvergleich. Das Team der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein verlor gegen die Leipziger mit 34:25-Toren. Das ist außergewöhnlich in ihrer Handball-Historie,

denn sie gewannen bereits drei Mal den Champions-League-Titel und wurden sogar 2011 Vereinsweltmeister. Doch im Augenblick rangieren sie nur auf dem 3. Platz in der Bundesliga-Tabelle und zeigen in Auswärtsspielen oftmals Schwächen. So auch in der Arena Leipzig gegen den DHFK. Als Favorit wurden sie vor mehreren Tausend Zuschauern von den Sachsen beinahe deklassiert.

Eine ungewöhnlich hohe Niederlage des Vereins-Weltmeisters

Der Trainer der DHFK Christian Prokop hatte noch vor dem Vergleich viele Glückwünsche eingeheimst für seine Trainerdoppel-Rolle als Chef der Handball-Auswahl der Mannschaft der Bundesrepublik und als Trainer von Leipzig. Er gewann mit der Auswahl 2 Mal den Vergleich gegen Slowenien vor wenigen Tagen. Die Kieler belegen zur Zeit noch den 3. Platz in der Tabelle, doch gleich dahinter wollen auch die Füchse Berlin und der SC Magdeburg (4.) bzw. (5. Platz) sich dort platzieren und hoffen auf Schwächen der Kieler.

Kiel wird von den Füchsen Berlin gejagt

Das war auch vor diesem Spiel ihrem langjährigen Trainer Alfred Gislason bewusst. Er hatte noch mit Akribie verbal auf den Gegner eingestellt. So läßt sich auch die Reaktion die Anfangs sturmlaufenden und verteidigenden Kieler ausdeuten. Doch die Leipziger Deckung war anfangs präzis auf den Gegner eingestellt. Ihr eigenes Konzept lautete: Aus einer sehr variabel agierenden 6:0-Deckung heraus, den Gegner zu Fehlern zu zwingen. So erreichten die DHFK-Spieler schon in der 7. Minute eine 3:1-Führung durch ihren Nationalspieler Niklas Pierzkowski.

Die Kieler hielten mit viel Beweglichkeit dagegen

Doch die Kieler hielten mit viel Beweglichkeit im Angriff dagegen. So erzielte Ekberg das 3:3 in der 10. Minute. Zwar folgten noch 2 weitere Unentschieden, doch die Messestädter stellten sich immer besser auf den Gegner ein. Ein Unterpfand für die gewachsene Stärke war ihr überragend haltender Milos Putera. Er leitete auch nach gehaltenen Bällen sofort Konter ein. Beim 12:9-Rückstand nahm Kiels Trainer Auszeit.

Eine 15:11-Tore-Führung für die Leipziger

Doch die Gegner gaben ihre Führung bis zum Halbzeit-Pfiff nicht her und so besaß die DHFK sogar einen 15:11-Tore-Vorsprung. Auch in der 2. Halbzeit dominierten die Leipziger – immer wieder durch ihren überragenden Keeper Putera und ihr bewegliches Angriffsspiel (17:12/34. Minute). Zum wiederholten Male trifft Andreas Rojewski . Der Leipzigervollendet insgesamt 8 Mal. Kritisch wird es in der 37. Minute für die Hausherren. Sie führen nur noch 17:16. Auch in den nächsten 10 Minuten liegen die Leipziger hauchdünn vorn (21:19/44. Min. und 22:20/46. min.).

In der Schlussphase schien der Gast spielerisch verwirrt

Doch dann dominieren die Leipziger in den letzten 10 Minuten mit sehr beweglichen Angriffszügen. Sie arbeiteten u.a. besser mit Sperren und "hebelten" so den THW Kiel aus. Ein Beleg dafür: Leipzigs Milosowic wirft ein Tor durch die Beine des Kieler Keepers Andy Wolff durch. Da ertönten die Schlachtsänge der eigenen Fans: "Oh, wie ist das schön." Dazu hatten sie in den letzten Minuten allen Grund. Denn ihre Mannen auf dem Parkett erhöhten ihre Trefferzahl auf insgesamt 34:25-Toren. Die Gäste dagegen resignierten. Ihnen fehlte einfach das bessere Timing und das flüssigere Spiel.

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