Samstag, 25.11.2017 12:12 Uhr

Ein Fußball-Derby auf Augenhöhe

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Halle, 30.04.2017, 18:05 Uhr
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 Beck und Schnitzler im Duell (Beck in schwarz).
Beck und Schnitzler im Duell (Beck in schwarz).   Bild: Sportfoto

Halle [ENA] Das war ein Fußball-Krimi zwischen beiden Anwärtern auf Spitzenpositionen in der Liga. Der dramatische Kampf zwischen dem Halleschen FC und dem 1. FC Magdeburg im diesem Derby endete 1:1-Unentschieden. So sahen Tausende Fans im Halleschen Stadion 2 spielerisch konträre Halbzeiten.

In den ersten 45 Minuten dominierten die Gastgeber mit technisch druckvollem Fußball. Doch in der Runde zwei spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe – mit leichtem Plus für die Gäste. Die Magdeburger verharren mit dieser Punkteteilung damit auf dem 3. Rang. Doch schon mit zwei Punkten weniger gegenüber Kiel, die Jahn Regensburg bezwangen. Die eigenen Fans trauten ihren Augen nicht mit Spielbeginn. Ihre Mannschaft trat dominierend mit viel Power auf.

Das Power-Spiel der Gastgeber verwirrte die Gäste

Sie verwirrten mit ihrem starken Angriffs-Spiel die Magdeburger. Diese hatten Mühe, die balltechnisch, selbstbewusst und schnell agierenden HFC-Angriffs-Spitzen zu bremsen. Doch dann in der 16. Minute schlug es beim FCM-Keeper Leopold Zingerle ein. Sascha Pfeffer lupfte den Ball zu seinem HFC-Mitspieler Marvin Ajani . Der wiederum spielte zu Martin Röser, der die Kugel zum verdienten 1:0 (16. Minute) einnetzte. Zingerle hatte nicht die Chance, den Ball abzuwehren.

Geschockte Gäste spielten unsicher

Die Gäste waren geschockt und mussten mit viel Energie weitere Treffer verhindern. Doch nach dem Wechsel betrat ein spielerisch völlig veränderter 1. FC Magdeburg aufs Feld. Sie standen in der Abwehr sicherer – auch bedingt durch den robust agierenden Verteidiger Felix Schiller. Aus dem Mittelfeld kamen gefähr- liche Bälle in den HFC-Strafraum. So wirbelten die Mittelfeld-Akteure auch im Angriff mit. Da köpfte in der 47. Minute Piotr Cwielong mit einem Hechtsprung zum 1:1 ein.

Cwielong ein Match-Winner

Damit erzielte der aus Polen gekommene, technisch versierte Spieler, sein 1. Tor. Auch im Anschluß besaß er noch 2 dicke Chancen. Doch HFC-Tormann Schnitzler stand sicher. Im Anschluß agierten beide Mannschaften auf Augenhöhe. Sie lieferten sich vorrangig den Schlagabtausch im Mittelfeld zwischen den Strafräumen. Magdeburgs Kapitän Marius Sowislo erzielte noch ein Tor – doch es war abseits. So blieb es beim 1:1-Endstand.

Trainerstimmen:

Jens Härtel (1. FC Magdeburg): "Ich finde es schade, dass wir in diesem Derby nur in einer Halbzeit stattgefunden haben. Die erste Halbzeit war gar nicht so, wie wir sie uns vorgestellt haben. Das Tor für Halle: Da hat bei uns wenig gepasst. Mit Beginn der 2. Halbzeit habe ich gegenüber meiner Mannschaft schon ein Zeichen gesetzt. Ich wollte sie wachrütteln. Dann hat die Mannschaft eine Reaktion gezeigt. Sie wollte so auftreten: Schnell umschalten, immer giftig sein, viele Bälle erobern und schnell in Richtung Tor marschieren. Wir hatten Möglichkeiten, ein 2. Tor nachzulegen. Das ist uns nicht gelungen. Sieht man das ganze Spiel, so gesteht man ein, das Unentschieden war gerecht- fertigt. In Halle zu spielen, ist nicht immer einfach."

Rico Schmitt (Hallescher FC): "Meine Mannschaft hat absolut Charakter gezeigt. Es waren für uns keine einfachen Tage und Wochen. Wir spielten eine überragende erste Halbzeit. Dabei knüpften wir an das Pokal-Halbfinale an: Fußballgespielt, gepresst und viele Kopfbälle gewonnen. Das 1:1 war ein schwerer Rucksack für meine Spieler geworden. Magdeburg hat immer wieder frisch und frei und sehr robust die langen Bälle gespielt. Da hatte der FCM auch öfter die Chance zum 1:2. In diesem Derby können wir am Ende mit dem einen Punkt zufrieden sein."

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