Samstag, 25.11.2017 08:18 Uhr

Deutschland regiert das Tischtennis

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 13.11.2017, 17:41 Uhr
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Dimtrij Ovtcharov triumphiert über Timo Boll.
Dimtrij Ovtcharov triumphiert über Timo Boll.  Bild: getty

Magdeburg [ENA] Bei den German Open kämpfte die Weltelite des Tischtennis in Magdeburg gegeneinander. Und das Endergebnis glich einer Sensation: Es siegten nicht die erfolgsverwöhnten chinesischen Weltklasse-Tischtennis-Champions, sondern im Traum-Endspiel standen sich Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll gegenüber.

Das nach einem erbitterten Kampf durch Ovtcharov mit 4:3 gewonnen wurde. Beide deutschen Tischtennis-Asse zeigten sich in der Elbestadt in blendender Verfassung. Sie rissen die Tausenden Zuschauer voller Begeisterung über die brillanten und teilweise verblüffenden Ball- wechsel von ihren Sitzen. Mit Sicherheit beflügelten diese Beifall-Bekundungen die deutschen Tischtennis-Asse zu dieser Leistungs-Explosion.

Beifall beflügelte die deutschen Tischtennis-Asse

Dabei degradierten sie die chinesische und südkoreanische Konkurrenz. Dimitrij Ovtcharov zeigte sich bei den German-Open im ausgebrochenen Kampf mit Timo Boll um die momentane Vorherrschaft im Welt-Tischtennis dominant, bei der er immer weiterhin die" Vorhand "besitzt. In diesem erwünschten Finale der deutschen "China-Schrecken" in Magdeburg setzte sich der Weltrang- Dritte mit 4:3 durch, wie schon bei den China Open und vor drei Wochen im Welt-Cup-Endspiel von Lüttich gegen den EM-Rekord-Champion Boll und feierte damit den 3." Heimsieg".

"So gut war ich an zwei Tagen hintereinander noch nie..."

Ovtcharov äußerte sich selbst mit Verblüffung über sein augenblickliches Tischtennis-Können. "So gut habe ich noch nie an zwei Tagen hintereinander gespielt." Er konnte in diesem Jahr insgesamt 7 Titel gewinnen. Die bis dato Weltbesten Tischtennis-Spieler aus Fernost offenbarten dagegen offensichtlich Schwächen. Mit dieser Sieges-Serie nimmt er momentan die erste Stelle in der Gesamt-Leistungs-Bilanz ein. Immerhin gewann er im Halbfinale gegen den topgesetzten Vizeweltmeister aus China Fan Zhendong 4:3.

Ex-Weltmeister Van An verlor im Viertel-Finale

Besonders brisant ist auch sein Sieg im Viertel-Finale gegen den chinesischen Ex-Weltmeister Van An. Aus spontaner Freude sprudelte es aus ihm heraus: "Ich bin total happy. Unglaublich! Ich habe alles riskiert und nicht aufgegeben." Nicht minder demonstrierte Timo Boll seine gewachsene Leistungssubstanz. So degradierte er den Weltrang-Listen-Siebten aus China Lin Gaiounan mit 4:1. Er besiegte danach den Weltmeisterschafts-Dritten Lee Sangsu aus Südkorea mit 4:0.

Bei den Damen siegte eine Chinesin

Ohne überheblich zu wirken, urteilte er über die derzeitigen Machtverhältnisse im Tischtennis in der Welt so: "Deutschland regiert im Augenblick das Tischtennis." Damit bezieht sich der 36-jährige Boll auf die Position der Herren. Denn das Damen-Einzel gewann die Chinesin Chen Meng. Sie besiegte im Finale ihre Landsmännin Zhu Yuling mit 4:3. Von den deutschen Frauen hatte sich keine bis zum Achtel-Finale durchgesetzt. Sieger im Herren-Doppel wurden die Südkoreaner Lee/Jeoung Youngsik Bei den Damen setzten sich Miu Hirano/Hina Hayata aus Japan durch.

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