Dienstag, 12.12.2017 22:46 Uhr

Der Bundesliga-Pokal-"Schreck" verliert

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 21.05.2017, 19:00 Uhr
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Florian Kath im Vordergrund, nach dem Siegtreffer (FCM).
Florian Kath im Vordergrund, nach dem Siegtreffer (FCM).  Bild: Norman Seidler

Magdeburg [ENA] Der Bundesliga-Pokal-"Schreck" (u.a. Leverkusen), die Sportfreunde Lotte, kam ziemlich selbstbewußt zum letzten Punktspiel zum 1. FC Magdeburg und verlor in der Elbe-Stadt mit 0:2-Toren. Damit belegen sie einen mittleren Platz in der Abschluß-Tabelle.

Die Magdeburger fieberten bei einer Rekordkulisse von knapp 24000 ihrer Fans, die u.a. aus Niedersachsen und Berlin angereist waren, einem Sieg und dem Relegations-Platz (3. Platz) entgegen, immer unter dem Blickwinkel 2. Bundesliga. Die hohe Rekordzahl von Fans ist in sofern beachtenswert, da ja dieses brisante Match auch im Fernsehen (MDR und später ARD) übertragen wurde. Dem FCM gelang neben dem Sieg eine außergewöhnliche zweitligareife spielerische Vorstellung. Doch durch den Sieg ihres Kontrahenten Jahn Regensburg in Münster (1:0) erreichten sie nicht den begehrten Relegationsplatz. Somit verbleibt der FCM zum Abschluss nur auf Platz 4.

Ein "geschicktes Händchen" von Trainer Härtel

Noch vor dem Spiel stellt Magdeburgs Trainer Jens Härtel seine Mannschaft gegenüber dem 2:2 in Aalen auf drei Positionen um. Michel Niemeyer , Charles Elie Laprevotte und Florian Kath rutschten für Tobias Schwede, Jan Löhmannsröben und Julius Düker in die Start-Elf. Der Trainer von Lotte Ismail Atalan nahm stattdessen gegenüber dem 3:3 gegen Mainz II keine Veränderung vor.

Der Gastgeber spielte rasant mit sehenswerten Doppelpässen

Bereits mit Beginn des Spiels spürten die Fans: Ihr FCM geht auf Siegeskurs. Sie spielten rasant mit viel Laufaufwand. Sie pressten geschickt. Und sie pflegten diesmal einen sehenswerten Doppelpass. Es dominierte eben das spielerische Element. Die Lotter-Spieler wirkten etwa 25 Minuten wie in leichter Schockstarre. Sie waren hauptsächlich in der Abwehr beschäftigt. Trotzdem lag ein Tor in der 7. Minute in der Luft. So erwischte Kath einen gut getimten hohen Ball und setzte ihn mit Wucht an den Querbalken.

Der Keeper von Lotte war voll beschäftigt

In der nachfolgenden Zeit hatte der Keeper von Lotte wörtlich alle Hände voll zu tun. So "entzauberte" er einen Lupfer von Magdeburgs Goalgetter Christian Beck (insgesamt 17 Tore) in der gesamten Saison in der 20. Minute. Kurz vor der Pause versuchten die Lotte-Spieler die FCM-Übermacht zu durchbrechen mit einigen, aber erfolglosen Angriffen auf das gegnerische Tor. Auch nach dem Wechsel dominierten die Hausherren. Ihr Druck auf das gegnerische Gehäuse ließ nicht nach. So gelang es FCM-Spieler Niemeyer mit einem satten Schuss aus der Drehung (65. Minute) zum 1:0 einzunetzen.

Und wieder eine Rote Karte

Und kaum 5 Minuten vergangen, da kanonierte Florin Kath mit einem straffen Schuss zum 2:0 ein. Die Jubelbewegungen beim Trainer Härtel deuteten auf die davor existierende Anspannung hin. Dann in der 75. Minute erhielt der bereits Gelb Vorverwarnte Felix Schiller wegen eines Fouls die Gelb-Rote-Ampelkarte. Die restlichen 15 Minuten musse der FCM nur mit 10 Mannen bestreiten. Für diesen Sieg wurden die Elbestädter doch noch belohnt. Der Einzug in den DFB-Pokal ist damit abgesegnet. Das Landespokalfinale gegen Germania Halberstadt am Himmel- fahrtstag ist nicht mehr bedeutungsvoll – beide sind für den DFB-Pokal für die kommende Saison qualifiziert.

Trainerstimmen:

Ismail Atalan (Lotte): "Ich ziehe den Hut davor, was hier Mario Kallnik und Jens Härtel geleistet haben. Und man hat heute auch die Qualität auf dem Platz gesehen, so dass Magdeburg hier völlig zu Recht bis zum Schluss um den Aufstieg mitgespielt hat. Über das ganze Spiel betrachtet, hatte Magdeburg einfach viel mehr Biss. Man hat gesehen, die wollten unbedingt den Sieg. Vielen Dank auch an die Zuschauer für die tolle Stimmung."

Jens Härtel (Magdeburg): "Auch meinen Glückwunsch an Lotte. Sie haben auch eine tolle Saison gespielt. Schade, dass wir in den ersten 30 Minuten nicht in Führung gehen. Aber wie die Mannschaft noch einmal in der 2. Halbzeit reagiert, dafür ein riesen Kompliment. Aber es sollte heute einfach nicht sein. Mein Glückwunsch aber auch an Regensburg, wer die letzten 3 Spiele gewinnt, hat es auch sportlich verdient, die Relegation zu spielen."

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