Montag, 23.04.2018 06:00 Uhr

Blamable Niederlage für Leipzig

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Leipzig, 11.04.2018, 18:43 Uhr
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Wettkampfsituation aus dem Spiel RB Leipzig gegen Bayer 04
Wettkampfsituation aus dem Spiel RB Leipzig gegen Bayer 04  Bild: Sportfoto RB Leipzig

Leipzig [ENA] Vor fast 36 000 Zuschauern wurde RB Leipzig von Bayer Leverkusen mit 4:1-Toren förmlich deklassiert. Das bedeutet, dass die Gäste sich auf den 4. Platz in der Tabelle der 1. Bundesliga schoben und Leipzig nun dahinter rangiert. Die Gastgeber müssten...

...bei dieser blamablen Vorstellung befürchten, in der nächsten Champions-League nicht erneut starten zu dürfen. Etliche Spielzeit lief die Werks-Elf einem 0:1-Rückstand hinterher. Aber dann wirbelten sie mit teilweise vollendet, spielerischen Mitteln die Leipziger Mannschaft auseinander und brachten sie in ihrer Spielhälfte arg in Bedrängnis. Zuvor hatten beide Trainer die Startformationen gewechselt.

Die Trainer wechselten die Startformation

Vor dem Wechsel hatte der Trainer von Leverkusen, Heiko Herrlich, gegenüber dem zuletzt erkämpften 0:0 gegen Augsburg zwei Mal ausgetauscht. Es spielten zunächst Kai Havertz und Lars Bender für Kohr und Retsos. Bei den Leipzigern tauschte ihr Trainer, Ralph Hasenhüttel, gegen- über dem 1:0-Sieg gegen Olympique Marseille 5 Plätze aus. Es spielten in der Stamm-Elf Bernando, Orban, Poulsen, Kampel und Sabitzer für die Ausgewechselten Bruma, Demme, Augustin, Konate und Laimer.

Spiel vor 36 000 begeisterten Zuschauern

In der ersten Halbzeit erwischten die Gastgeber eine gute Start- Phase vor knapp 36 000 begeisterten Zuschauern. RB agierte optisch mit sehenswertem Fußball. Doch die Rheinländer standen ihnen nicht viel nach. Sie ließen besonders ihre Angreifer mit hoher Schnelligkeit laufen. Immer unter dem Aspekt: Die Spitzen würden in den Freiräumen sofort für Gefahr sorgen. Doch erfolg- reicher waren die Messestädter. Nach Doppelpass zwischen Yussuf Poulsen und Marcel Sabitzer sprintete er nur kurz mit dem Ball und netzte ein.

Kai Havertz sorgte für den Ausgleich (1:1)

Immerhin war der Gästetorwart Bernd Leno noch mit der Hand am Ball bei seiner Abwehr (17. Minute). Etwa drei Minuten später besaß Timo Werner eine gute Chance. Ohne Erfolg. Viel gefährlicher traten danach die Leverkusener auf. Sie hatten den Rückstand-Schock gut verdaut. So konnte Julian Brandt bei den Gästen eine günstige Chance nicht verwerten (31. Minute). Und dann belohnten sich die Leverkusener für ihren spielerischen Fleiß. Ihr gefährlichster Angreifer Kai Havertz nutze eine Chance durch eine Direktabnahme und sorgte in der 45. Minute für den Ausgleich (1:1). Nach dem Halbzeitwechsel spielten sich die Leverkusener in einen wahren Spielrausch.

Gegentreffer in kurzer Abfolge

In der 52. Minute schickte Bernado den agilen Brandt mit einem Konterball auf "Reisen", den dieser zum 2:1 einnetzte. Bereits 5 Minuten später erwischte Panagiotis Retsos einen Freistoß von Brandt und er erhöhte auf 3:1. Die Leverkusener beherrschten danach völlig das Mittelfeld. Sie wirbelten die Gastgeber arg durcheinander. Der Bayer-Goalgetter Kevin Volland nahm in der 70. Minute mit einem Ball schnelle Fahrt auf und schoss aus 13 Meter zum 4:1 ein. Danach war die erste Niederlage für RB Leipzig nach 7 ungeschlagenen Spielen perfekt.

Trainerstimmen:

Heiko Herrlich (Leverkusen): "Ich bin natürlich sehr glücklich, dass wir in Leipzig gewonnen haben, auch in dieser Höhe. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, haben dann aber ein paar Minuten gehabt, in denen wir geschwommen sind. Wir kommen folgerichtig in Rückstand, versuchen dann aber weiter Fußball zu spielen. In der 2. Halbzeit hat meine Mannschaft groß aufgespielt."

Ralph Hasenhüttl (Leipzig): "Ohne irgendwie herumzureden: Wir haben verdient verloren gegen einen sehr guten Gegner. Wir haben ein schönes 1:0 gemacht, danach auch mehrere Chancen gehabt, die Führung auszubauen. Auch in der Phase waren wir aber auch sehr unter Druck gegen einen sehr dynamischen Gegner. Es war ein taktisch sehr schweres Spiel für uns. In dem Moment als wir stabiler geworden sind, bekommen wir das 1:1. Das Spiel hätte auch 8:5 enden können. Wir waren heute kein ebenbürtiger Gegner."

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