A Boy Named Boy, Philipp Boy, Deutscher Kunstturner
Düsseldorf [ENA] Philipp Boy zählt bei den nationalen Meisterschaften im Geräteturnen an diesem Wochenende in Düsseldorf neben Fabian Hambüchen zu den sportlichen Favoriten. Die Veranstaltung steht im Zeichen der 1. Qualifikation für die Olympischen Spiele in London. Pflicht und Minimalziel für Boy.
Verfolgte man Philipp Boy beim öffentlichen Training am Freitag in der ehemaligen Philipshalle, jetzt Mitsubishi Electric HALLE, so konnte sich jeder Besucher von der professionellen Einstellung des Kunstturners überzeugen. "Man trainiert nicht um Zweiter zu werden" beschreibt seine persönliche Philosophie. Dieser Überzeugung ist Boy auch schon häufig gefolgt und belegte zuletzt den ersten Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Boden, Pauschenpferd und Mehrkampf. Boy startet heute für den SC Cottbus, geboren wurde er am 23. Juli 1987 in Schwedt, einem Ort in der brandenburgischen Uckermark.
Seine jüngsten Erfolge sprechen eine klare Sprache, Boy will - getreu seinem Motto - ganz nach oben, ob in der Einzeldisziplin oder in der Mannschaft. Bei den letzten Weltmeisterschaften 2007 in Stuttgart gab es die Bronze-Medaille im Mannschafts-Mehrkampf, in Rotterdam 2010 die Silber-Medaille im Mehrkampf und an gleicher Stelle die Bronze-Medaille im Mannschafts-Mehrkampf, 2011 in Tokio die Silber-Medaille im Mehrkampf. Auf europäischer Ebene holte Boy Silber-Medaillen 2008 in Lausanne (Mannschafts-Mehrkampf), 2011 in Berlin am Reck. Goldene Medaillen auf europäischer Ebene erkämpfte Boy im Mannschafts-Mehrkampf 2010 in Birmingham und 2011 im Mehrkampf in Berlin.
In Düsseldorf wird es spannend, Boy wirkt allerdings sehr gelassen. Der Sportsoldat, der von Karsten Oelsch trainiert wird, weiß um seine Qualitäten. "Zielstrebig, teamfähig und fröhlich" konturiert er sich selber. Beim öffentlichen Training konnte man sich von allen diesen Attributen überzeugen, insbesondere auch von der Fröhlichkeit. Die kam besonders zum Vorschein, als sich Boy 20 Minuten Zeit nahm, um den überwiegend weiblichen Fans eine Autogramm zu geben. A Boy Named Boy, A Really Nice Boy. Die Veranstaltung ist übrigens restlos ausverkauft. Auch ein tolles Zeichen.




















































