Mittwoch, 25.11.2020 17:38 Uhr

RKI fährt falsche Strategie - Corona außer Kontrolle

Verantwortlicher Autor: Marc Störmer Frankfurt am Main, 07.11.2020, 10:46 Uhr
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Auf der Suche nach der richtigen Corona - Strategie
Auf der Suche nach der richtigen Corona - Strategie  Bild: Marc Störmer

Frankfurt am Main [ENA] RKI Präsident Wieler sieht keinen Grund die Strategie im Kampf gegen Corona zu ändern. Längst steht in Fachkreisen fest, es ist ein netter Versuch, aber die Strategie ist falsch. Die wahren Superspreader fallen bei der Suche nach Coronainfizierten durch das Raster und treiben unbewusst ihr Unwesen.

Superspreader sind Menschen, die besonders viele andere Menschen mit dem Virus infizieren. In diesem Fall mit SARS-CoV-2. Die Erkennung solcher Superspreader ist nicht leicht, da Schnelltests oft ein negatives Ergebnis anzeigen, obwohl der Getestete ein Träger des Virus ist und diesen freizügig verbreitet. Die Strategie des RKI zur Eindämmung der Pandemie wird diesem Umstand nicht gerecht. Im Folgenden wird anhand eines Beispiels verdeutlicht dass ein Umdenken in der präventiven Bekämpfung des Virus unerlässlich ist.

Person A und Person B leben im selben Haushalt. Person A zeigt Krankheitssymptome, besonders Auffällig ist, dass sowohl Geruchs- als auch Geschmacksinn nicht mehr vorhanden sind. Ansonsten fühlt sich Person A recht gut. Der Hausarzt empfiehlt: bleiben Sie Zuhause und melden Sie sich wieder, wenn weitere Symptome dazu kommen. Daran ist zunächst nichts Falsches festzustellen. Tatsächlich ist Person A nach zwei Tagen so krank, dass ein Arztbesuch gar nicht mehr in Frage kommt. Es handelt sich um eine Grippe. Also ist Person A auch nicht krank genug, um gleich den Notdienst zu rufen. Wie sich später zeigt, hätte dies auch keinen Sinn gehabt, um Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Virus zu treffen.

Person B lebt mit Person A im gleichen Haushalt und zeigt zur gleichen Zeit die gleichen Symptome. Der Krankheitsverlauf von Person B ist allgemein schwächer, aber dennoch grippeartig. Nach acht Tagen geht es Person A etwas besser. Der Hausrat rät nun zu einem Test. Der Test wird am 10. Tag nach Ausbruch der Grippe durchgeführt. Ergebnis: negativ. Trotz der typischen Symptome einer SARS-CoV-2 Erkrankung ist das Ergebnis negativ. Person B wird nicht getestet. Nach 14 Tagen ist die Grippe fast vorbei und es zeigen sich weder bei Person A noch bei Person B weitere Symptome. Das Leben geht weiter. Gemeinsam kaufen sie wieder ein, halten sich im Freien auf, treffen auf Familie und Freunde.

Am 18. Tag nach Ausbruch der Grippesymptome befindet sich Person A geschäftlich in Hamburg. Person B will nachkommen, geht zum Flughafen, macht einen Schnelltest: positiv. Leider wird nichts aus dem Flug. Person B bekommt eine Quarantäneverfügung. Nach telefonischer Abklärung des Krankheitsverlaufes stellt sich heraus, dass die Erkrankung überstanden ist. Noch am selben Tag kommt die Email des Gesundheitsamtes und entlässt Person B aus der Quarantäne. Person A ist mit der Geschäftsbesprechung in Hamburg fertig, fährt mit der S-Bahn zum Flughafen, macht einen Schnelltest: negativ und fliegt nach Hause. Dort angekommen wartet eine Email im Postfach. Aufgrund der Tatsache, dass Person A Kontaktperson von Person B ist: Quarantäneverfügung.

Während Person B, positiv getestet und der Krankheitsverlauf seit mehr als zwei Tagen keine Symptome mehr aufweist, ist aus der Quarantäne entlassen. Person A, Testergebnis negativ muss sich nun seit dem letzten Kontakt mit Person B in eine 14 tägige Quarantäne begeben, da sie mit hoher Wahrscheinlich Träger des Virus ist und diesen verbreiten kann. Person A, Testergebnis negativ durfte sich zunächst frei bewegen und den Virus unzählige Male weitergeben. Person B hingegen wurde nicht einmal als Erkrankte SARS-CoV-2 Person identifiziert, bis zu dem Tag des freiwilligen Tests. Schnell wird klar: Die Teststrategie des RKI ist nicht geeignet, die Pandemie zu kontrollieren und einzudämmen. Träger des Virus und Superspreader bleiben unentdeckt.

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