Rekordhöhe bei der EU-Arbeitslosigkeit
Aachen [ENA] Die Arbeitslosigkeit in Europa hat einen historischen Höchststand erreicht. In den meisten EU-Ländern sind heute mehr Menschen arbeitslos, als vor der Finanz- und Wirtschaftskrise. Der Ausblick ist wegen der Schuldenkrise weiterhin negativ, so die Expertenmeinung. Eine Hauptschuld daran sollen die niedrigen deutschen Löhne tragen, die deutsche Waren im Ausland verbilligen.
Die deutsche Wirtschaft boomt, wie schon lange nicht mehr. In der restlichen Eurozone stagniert die Wirtschaft oder sie ist rückläufig. Dadurch steigt in diesen Ländern die Arbeitslosigkeit. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) waren im Jahr 2010 rund 45 Millionen Menschen in der Europäischen Union arbeitslos. Eine große Mitschuld daran gaben die Experten den niedrigen Lohnentwicklungen in den letzten Jahren in Deutschland. Die dadurch günstigen deutschen Exporte setzten andere europäische Staaten damit stark unter Druck.
Ebenfalls sei die schwache Entwicklung der Löhne und Gehälter in Deutschland und die damit gestiegene Wettbewerbsfähigkeit der Exporte gleichzeitig die Ursache für die jüngsten Schwierigkeiten der Euro-Zone, kritisieren die Experten der ILO. Die anderen Länder können wegen der schwachen Nachfrage wenig nach Deutschland exportieren. Die ILO-Experten empfehlen, die deutsche Wirtschaft solle höhere Löhne zahlen und ihre in der Euro-Zone nur durchschnittliche Produktivität steigern.




















































