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Martin Schulz Bundeskanzler?

Verantwortlicher Autor: Klaus Posser Leer / Ostfriesland, 26.01.2017, 14:19 Uhr
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 Kundgebung der SPD Kreis Leer
Kundgebung der SPD Kreis Leer  Bild: Klaus Posser

Leer / Ostfriesland [ENA] Der Präsident des Europäischen Parlamentes Martin Schulz gibt am Sonntag den 29 Februar seine Kandidatur für die Bundestagswahl am 24. September 2017 zum Amt des Bundeskanzlers bekannt. Schulz braucht eine Machtoption, weil dieses Land eine Alternative zu Merkel bei der Wahl 2017 braucht.

Nicht Sigmar Gabriel (57) wird der Kanzlerkandidat der SPD, sondern Gabriel wird als SPD-Chef zurücktreten und Partei-Kollegen Schulz (61) als neuen Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten empfehlen. Er poltert und streitet gern und er hat Erfolg damit. Manche sehen in Martin Schulz, die neue große Hoffnung der deutschen Sozialdemokratie. Nun haben auch die Merkel Gegner einen Kandidaten der das Amt des Bundeskanzlers antreten kann. Schulz zählt zu den Sozialdemokraten alter Schule. Einige sagen „Der kann so reden, dass auch meine Mutter ihn versteht“.

Als EU Parlamentspräsidenten hat er es geschafft dem Amt Bedeutung und Einfluss zu verleihen. Früher musste der Parlamentspräsident bei Gipfeltreffen der EU-Regierungschefs gleich nach einem kurzen Grußwort den Raum verlassen. Martin Schulz saß mit am Tisch. Es lag auch an Verbindungen, die lange zurückführen. Der französische Präsident François Hollande war Abgeordneter im EU-Parlament, als Schulz Chef der sozialistischen Fraktion war. Die frühere Dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt zum Beispiel kennt ihn, seit sie mal Praktikantin im Europäischen Parlament war.

In seiner Freizeit singt er gerne französische Chansons und hat generell eine Vorliebe für Frankreich. Seine Frau Inge, mit der er seit über dreißig Jahren Verheiratet ist, macht die Bekanntheit ihres Mannes nichts aus, jedoch sagt sie: "Gut, aber er muss mehr Sport machen". Früher spielt der Würselner sehr gerne Fußball, hatte sogar mal von einer Profi-Karriere geträumt, die ihm wegen einer Verletzung am Kreuzband allerdings verwehrt blieb. Heute ist er Fan des 1.FC Köln. Martin Schulz Vater war Polizeibeamter im mittleren Dienst und entstammte einer sozialdemokratisch orientierten Bergmannsfamilie. Seine Mutter Clara hatte einen konservativ-katholischen Familienhintergrund und gehörte zu den Gründungsmitgliedern des CDU-Würselen.

Das Martin Schulz in den siebzigern zum Alkoholiker wurde, damit geht er offen um. Über diese Zeit stellte er fest: „Ich war ein Sausack und kein besonders angenehmer Schüler“. Seit 1980 lebt er aber abstinent. Schulz absolvierte von 1975 bis 1977 eine kaufmännische Ausbildung zum Buchhändler und arbeitete danach fünf Jahren bei verschiedenen Verlagen und Buchhandlungen, bis er im Jahr 1982 mit seiner Schwester Doris eine eigene Sortiments- und Verlagsbuchhandlung in Würselen gründete und arbeitete dort bis 1994 mit.

Schulz ist heute mit der Landschaftsarchitektin Inge Schulz verheiratet. Er hat zwei erwachsene Kinder und lebt in Würselen. Er spricht fünf erlernten Sprachen, neben Deutsch, spricht er auch Französisch, Englisch, Niederländisch, Spanisch und Italienisch fließend. SPD-Politiker ist er seit 1974, auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz trat Schulz im Alter von 19 Jahren in die SPD ein und engagierte sich dort bei den Jusos. Im Jahr 1984 wurde er in den Würselener Stadtrat gewählt, dem er knapp zwei Wahlperioden als SPD Stadtverordneter bis 1998 angehörte. Als er 1987 Bürgermeister von Würselen wurde, war er mit 31 Jahren damals der jüngste Bürgermeister Nordrhein-Westfalens.

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