Freitag, 20.05.2022 22:00 Uhr

Der zukunftsorientierte Werk- und Wirkstoff Pilz

Verantwortlicher Autor: Wilfried Rühle Berlin, 27.12.2021, 15:45 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Special interest +++ Bericht 7143x gelesen
Der Zunderschwamm
Der Zunderschwamm   Bild: Wilfried Rühle

Berlin [ENA] Der zukunftsorientierte Werk- und Wirkstoff feiert 2021 sein 15-jähriges Jubiläum. Aus dem nachwachsenden Rohstoff Pilz wurde erstmalig in der Welt der bestimmende Komplex analytisch exakt bestimmt und als eine Hohlfaser identifiziert. Es handelt sich um den bereits legendären Pilz Zunderschwamm.

Der Pilz Zunderschwamm dominierte zum Feuermachen, war aber auch in der Volksmedizin seit Jahrtausenden bekannt. Erst im April 1827 erfolgte die 1. Zäsur in der Anwendung.Der Apotheker John Walker verkaufte erstmalig Zündhölzer und verdrängte sukzessiv den Zunderschwamm zum Feuermachen. Aber genau 180 Jahre später erfolgte die 2. Zäsur. Im April 2007 wird der Hauptbestandteil des Zunderschwamms der Beta- (1,3)-(1,6)-D-Glucan-Melanin-Chitin- Naturkomplex mit der exakten Analyse im Forschungsinstitut Biopol e.V. definiert und als eine Hohlfaser identifiziert. Seit dieser Zeit geht die Anwendung mit riesigen Schritten vorwärts. Der innovative Wirk - und Werkstoff hält Einzug in die Gesundheits- und Kreativwirtschaft.

Der Zunderschwamm an Birke
Die Hohlfaser -zu ca. 80% Bestandteil des Zunderschwamms.
Das Zunderschwammpulver.
Naturkomplex als Wirksamkeitspaket.
Aufbereitung zu zwei Basisprodukten.
Beispiele für die Anwendung des Naturkomplexes.

Zwischenzeitlich wurde von Frau Prof. Dr. Vera Meyer, Leiterin des Fachgebietes Angewandte und Molekulare Mikrobiologie am Institut für Biotechnologie der TU Berlin ein völlig neues Kapitel der Anwendung aufgeschlagen. Ein riesiges Potential tut sich für die Baubranche auf. Völlig neue Bau- und Dämmstoffe wurden und werden entwickelt - revolutionär in der Anwendung - zukunftsorientiert. Darüber hinaus luden Frau Prof. Vera Meyer und das Cluster HealthCapital bereits am 22.6.2021 zum virtuellen Runden Tisch ausgewählte Forschungseinrichtungen bzw. Unternehmen ein, um Schnittstellen für potentielles zukünftiges Zusammenarbeiten im Bereich der Pilzbiotechnologie auszuloten.

Es geht um das Bündeln von Wissen und Know-how im interdisziplinären Zusammenwirken von Wissenschaft und Forschung, um innovative Technologien und Finalprodukte in der Kreativwirtschaft. Dazu wurden zu ausgewählten Schwerpunkten ergänzende Beratungen bzw. Diskussionen in Videokonferenzen geführt, so auch am 07.12. zum Zunderschwamm. Auf der Grundlage des "Handbuches zum Zunderschwamm" wurden vertiefend Erkenntnisse diskutiert und Schnittstellen zu anderen Forschungseinrichtungen bzw. Unternehmen erschlossen.

Der organisierte "Runde Tisch" erwies sich in den Pantemiezeiten als eine hervorragende Initiative - impulsgebend. Den Organisatoren gebührt Dank und Anerkennung. Fragen bitte an forschungsinstitut-bp@web.de .

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Photos und Events Photos und Events Photos und Events
Info.