Freitag, 05.06.2020 02:15 Uhr

Coronavirus 4 Millionen Infizierte erreicht 11.05.2020

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Göttingen, 17.05.2020, 11:48 Uhr
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Weltweit 4 Mill. Infektionen Deutschland 171.500 erreicht mit 7549 Toten
Weltweit 4 Mill. Infektionen Deutschland 171.500 erreicht mit 7549 Toten  Bild: Christian Daum / www.pixelio.de Copyright Zahlenmaterial: Johns Hopkins University & Medicine Coronavirus Resource Center

Göttingen [ENA] Die Coronavirus-Infekte weltweit auf über 4 Millionen gestiegen. TOP 3 Infektionsraten: USA jetzt 1.3 Million, Spanien rund 223.000 und Italien rund 218.000 Fälle. Die Europäische Union (27 Länder) erreicht 1.052.000 Fälle, China bleibt steht bei 84.000 Fällen. Fast 280.000 Todesfälle weltweit.

1. DAILY NEWS 11.05.2020: Für viele heisst es heute wieder zum Einkauf starten, denn das Wochenende hat so manche Lücken in den Kühlschrank gebracht. Und deshalb gibt es auch häufig von real, Kaufland, Tegut, Netto, Aldi, Rossmann und weiteren regionalen Anbietern Werbeprospekte, die ab Montag gelten und dann noch einmal ab Donnerstag, Framstag (jawohl Framstag) oder Samstag weitere besondere Angebote bieten. Aber den informierten vorsichtigen Kunden ist natürlich auch das Sicherheits- und Hygienekonzept der Geschäfte nicht unwichtig, vorausgesetzt, es nervt nicht. Zum Thema nerven später mehr. Zurück zu den Konzepten.

2. Ich lese in einem großen Prospekt eines Elektronikanbieters, gemeinsam für Sicherheit einzustehen. Dann die Aufschlüsselung: Mindestens 2 Meter Abstand halten, Körperkontakt vermeiden, kontaktlose Bezahlung und Wichtig: Kein Zutritt bei Covid-19 Krankheitssymptomen. Klingt gut und sicher, doch wer überprüft das und wenn ja wie ? Abstand 2m; tut mir leid habe ich noch nie in einem Laden erlebt, das das klappt und eingehalten wird. Einzig und allein wird dies VOR dem Eingang in der Warteschlange eingehalten, sobald die Kunden mit dem Einkaufswagen im Laden sind, fährt doch jeder dahin, wo er will. Okay, Körperkontakt vermeide ich schon immer zu anderen Kunden und Mitarbeiter/innen.

3. Kannte ich früher Kunden, okay, hat man sich die Hand gegeben, das entfällt jetzt. Kontaktlose Bezahlung, kann ich mit Geld und EC Karte machen. Viele Geschäfte haben an der Kasse eine Schale stehen wo man sein Geld reinlegt und dann dort hinein sein Wechselgeld; bezahlen mit Bargeld geht also. Jetzt das für mich Wichtigste: Kein Zutritt bei Corvid – Symptomen. Das wollte ich genau wissen und habe in 5 Märkten am Samstag angerufen: Meine Frage war, wie überprüft der Markt, das das eingehalten wird und keine „ Kranken „ oder „ Infizierte „ in den Markt kommen ? Die Antwort fand ich erschreckend und zeigt, das es gar kein Konzept gibt sondern die Politik darüber zwar viel redet, die Umsetzung aber aus Kosten- und Personalgründen

4. einfach nicht gemacht wird. Die Antwort war: GAR NICHT. Der Markt prüft nicht, ob jemand krank ist sondern der Kunde muß für sich selbst entscheiden, ob er als Kranker den Markt betritt. Aha, aber warum steht das im Prospekt ? Auch hier die passende Antwort: Das müssen wir machen, das ist gesetzlich so vorgeschrieben. Das glaube ich dem Auskunftgeber sofort. Wird reingeschrieben damit dem Konzept Genüge getan wird. Dabei wäre es so einfach zumindest schwerere Fälle zu erkennen: Da ja eh eine Security an den Eingängen steht, wo die Maske und Einkaufswagen geprüft wird, könnte man mit einem Stirnfiebermeßgerät zumindest die Temperatur überprüfen, was in einigen ostasiatischen Ländern die Regel ist.

5. Dazu kommt in diesen Ländern das Vorzeigen einer App, die den Gesundheitsstatus der Person anzeigt. So weit muß es gar nicht gehen, es wird immer Verweigerer geben, denen es scheissegal ist, ob er krank ist und einkauft und ob er darf oder nicht, er macht es einfach. Dazu brauchen wir uns lediglich einige Mai – Demonstrationen bis hin zum gestrigen und heutigen Tag anschauen, wo statt 80 genehmigte Teilnehmer über Tausend sich wie zu früheren Zeiten versammelt haben, eng und dicht stehen und hundertfach bis tausendfach die Abstandsregel mißachtet haben. Dazwischen sogar einige ohne Mundschutz.

6. Das ganze ging soweit das die Polizei sich ausserstande sah, sozusagen alle die Verstösse begangen hatten, wegzutragen oder andere Maßnahmen einzuleiten. Abgesehen davon sah man auf den Fotos auch die Polizei regelmäßig ohne nennenswerten Abstand rumstehen. Erschreckend an dieser Sache ist, das es diese Demos von scheinbar verantwortungslosen Demoveranstaltern in versch. Städten in Deutschland organisiert worden sind, überall das gleiche Bild der Verstösse. Und auch muß genannt werden, das der noch allzu bekannte FDP Politiker Kemmerich es sich ebenso nicht nehmen ließ, in Gera ohne Mundschutz und Abstandseinhaltung bei einer Demo mitzulaufen. Man kann ihm aber keinen Vorwurf machen, er gehorcht nur den verbalen Anweisungen von Lindner,

7. der glaube ich ja alles abschalten will, was Verbote, Eingrenzungen, Beschränkungen usw. bedeutet. Diesen Eindruck gewinnt man jedenfalls, egal wo Lindner an ein Mikrofon geht. Das diese täglichen Übertretungen bundesweit an der Tagesordnung sind, beweist auch eine Info von Gerichten, das inzwischen über 1000 Eilanträge zur Entscheidung gegen Corona Blockaden und Verboten bei Verfassungs- und Verwaltungsgerichten vorliegen. Man hat ja auch sonst nichts mehr zu tun, mußten die Bürger ja wochenlang zu Hause bleiben. Da konnte man quasi schon einmal in Ruhe die Klageschrift vorbereiten und mit einem Onlineanwalt und A…card besprechen und vorbereiten.

8. Jetzt das Thema nervig. Es gibt inzwischen Lebensmittelgeschäfte, die haben sich echt was überlegt: Da gibt es ein großes Reinigungsgerät am Eingang, wo man gleich den ganzen Einkaufswagen reinschieben kann, der wird dann in dieser Maschine desinfiziert, ist das nicht toll, der ganze Einkaufswagen ? Toll. Aber es geht noch besser. Schlangen an den Bedienungstheken ade. Ebenso am Eingang gibt es eine LED Wand, an der eine Anzahl sogenannter Pager installiert sind. Dazu finden die Kunden eine Anleitung, was hier zu tun ist. Pager sind Geräte, die den Träger über Licht oder Ton benachrichtigen, wenn diese eine Aktion ausführen sollen. Die Pager haben die Funktion, den Träger zu benachrichtigen.

9. Und zwar wenn an der Bedienertheke Fleisch/Wurst kein weiterer Kunde steht. Wenn sie also Wurst oder Fleisch frisch kaufen wollen, nehmen sie einen Pager. Dieser erkennt die Entnahme und aktiviert sich. Jetzt können sie im Markt frei einkaufen und irgendwann bekommen sie ein Signal, Theke frei. Den Pager geben sie dann bei der Bedienung ab. Was passiert, wenn sich ein benachrichtigter Kunde nicht innerhalb einer gewissen Zeit an der Theke meldet, wieviel Pager schon geklaut worden sind und ob diese nach jeder Nutzung desinfiziert werden, darüber leider keine Auskunft. Aber klappt garantiert alles tadellos.

10. Jetzt an den Tagen der freien Neuentfaltung aller Bürger noch 2 Nachrichten in Sachen Infizierungen: Das RKI hat inzwischen die täglichen Pressekonferenzen, die rund um Corona – Neuheiten auch die Bürger informiert haben, abgesagt. Offiziell sagt man, die Zahlen seien jetzt so niedrig und die Länder haben alles im Griff, deshalb sei das nicht mehr nötig. Inoffiziell hört man was ganz anderes: Dieses Beenden ist eine Art Resignation um den Ärger einiger respektloser Aussagen gegenüber des RKI einiger Politiker. Und jetzt das: Die Reproduktionsrate, die ja wochenlang so wichtig war, steigt wieder über 1, eigentlich hatte Merkel ja gesagt, dann müsse man wieder bundesweit tätig werden.

11. Verdammt, geht ja nicht mehr, da stehen Wirtschaftsverbände, andere Politiker und Ministerpräsidenten und die Anzahl der Fälle/Woche im Weg. Die Reproduktionsrate ist schon längst abgemeldet. Dafür hier zum Tagesschluß die Zahlen der 3 Regionen, wo die Zahlen zu hoch sind (Daten RKI 10.05. 18.00 Uhr): Hamburg Kreis Steinburg 166 Fälle / 126.4 Fälle pro 100.000 Einwohner, im 7-Tages Schnitt 62.4 Fälle. NRW Kreis 714 Fälle / 324.7 Fälle pro 100.000 Einwohner, im 7-Tages Schnitt 85 Fälle. Sachsen Kreis Greiz 529 Fälle / 538.9 Fälle auf 100.000 Einwohner, im 7-Tages Schnitt 75.4 Fälle.

12. Aktuell noch eine Ergänzung zum Thema Verweigerer: Ort ÖVP Göttingen. An der 2. Station steigt ein junger Mann mit Freundin ein, sie mit Mundschutz, er ohne Mundschutz. Beide setzen sich und beginnen zu reden. Die Busfahrerin sieht das und gibt durch die Sprechanlage durch, das ohne Mundschutz keine Mitfahrmöglichkeit besteht. Keine Reaktion. Ich schaue zu dem Mann und fordere ihn auf, den Bus zu verlassen, damit der weiterfahren kann. Er sagt, er habe einen Mundschutz in der Tasche. Jetzt hätte ich fast gesetzeswidrig gehandelt, wie dumm ist denn die Aussage ? Währenddessen kommt die Busfahrerin nach hinten, der Mann setzt seine Maske auf. Jetzt verlangt die Busfahrerin von dem Mann und der Freundin den Fahrausweis. Jetzt der Hammer.

13. Er konnte keinen Ausweis kaufen, weil ja der Fahrer derzeit keine Fahrkarten verkauft. Er würde nachträglich in der Stadt einen kaufen, wo sonst solle er denn einen jetzt herbekommen ? Ich kann der Busfahrerin nur gratulieren, das sie sich auf diese dumme Quasselei nicht eingelassen hat und den Mann mit Androhung der Polizei aus dem Bus geschmissen hat. Selbst bei der Androhung war er kaum zum Ausstieg zu bewegen. Die Freundin folgte. Ich sag es mal klar: Eine solche Person braucht wirklich keiner. Und noch eine Nachricht hat mich gerade erreicht, ich schreibe solange es aktuell bleibt. Lt. Erlass der Landesregierungen ist das Tragen eines Mund-/Nasenschutzes nicht Pflicht, wenn besondere Erkrankungen vorliegen, die das rechtfertigen.

14. Dazu gehören Lungenerkrankungen, Asthma oder auch psychische Erkrankungen. Ein Attest eines Arztes ist NICHT notwendig, jedoch sollte man glaubhaft machen können, warum man von sich von der Maskenpflicht befreit sieht. Ebenso sagt der Erlass, das es OHNE Attest vorkommen kann, das der Inhaber des Geschäftes sein Hausrecht ausüben kann und den Zutritt ohne Attest ohne Maske verwehrt. Ein Edeka Laden kann ganz anders: Trotz Attest über eine Asthmaerkrankung wurde ein Kunde schließlich endgültig von Security und Mitarbeiter abgelehnt und mit einem Hausverbot belegt, das Attest hatte sich der Mitarbeiter noch nicht einmal angeschaut, so der Kunde in seiner Aussage. Wo sind wir hingekommen ?

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