Dienstag, 02.06.2020 16:01 Uhr

Die Zeit steht still - ein Ausflug zur Isla Pingüino

Verantwortlicher Autor: Thomas Schuster Puerto Deseado, 28.04.2020, 22:30 Uhr
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Puerto Deseado
Puerto Deseado  Bild: Thomas Schuster

Puerto Deseado [ENA] Es gibt viele Möglichkeiten um Pinguinen in Südamerika einen Besuch abzustatten. Häufig trifft man dabei auf Magellan-Pinguine, gerne auch in touristisch ausgetretenen Pfaden wie auf der Isla Magdalena vor Punta Arenas. Nachhaltig, schonend und individuell geht aber auch, man muss nur danach suchen.

Einfach ist es nicht, zu den Felsenpinguinen zu gelangen. Puerto Deseado liegt etwas abseits der Ruta 3 in Argentinien und damit nicht mehr unmittelbar im Kernbereich der touristischen Ziele. Dazu gesellt sich ein überschaubares Angebot von Agenturen, die eine Überfahrt zur Isla Pingüino überhaupt im Programm haben. Und nicht zuletzt bleibt das berühmte patagonische Wetter ein harter Gegner im Kampf gegen die (Urlaubs)-Zeit.

Ingrid begrüßt uns am frühen Morgen herzlich und liebevoll. Nach drei Tagen Zaudern und Zögern, endlich Windstille. Dazu weitere Pinguin-Interessierte, die das Unternehmen erst möglich machen, denn eine Mindestteilnehmerzahl von vier Personen wird vorausgesetzt. Letztlich sind es acht "Touristen", ein Kapitän, ein Fotograf und unser o.g. weiblicher Guide, die sich ein Plätzchen im Speed-(Schlauch)-Boot teilen. 45 Minuten Fahrzeit trennen uns von einem Naturparadies. Seelöwen, Seeelefanten und Felsenpinguine. Fernab von einem Leben in Gefangenschaft, stattdessen in ihrer natürlichen Umgebung und voller Pracht. Faszinierend. Ehrlich. Echt.

Wer sich den Tieren nähert, der taucht ein in die Natur. Stille. Gebückte Körperhaltung. Lautlose Bewegungen. Hunderte Seelöwen planschen mit uns um die Wette, der "Überfall" der unglaublich neugierigen Tiere erinnert an Schlachtgetümmel in bester Game of Thrones Manier. Wenig später sitzen wir inmitten einer Herde See-Elefanten. Die Zeit steht still. Hier spielt der Mensch die zweite Geige und es fühlt sich gut und richtig an.

Jetzt wird es felsig. Vorbei an einer Herde Magellan-Pinguine folgt der Abstieg zu den geheimen Herrschern der Insel. Felsenpinguine. Erst einer, dann zwei, dann hunderte Tiere. Wir werden von den quirligen Punks quasi eingekreist. Ja, jeder sollte das Recht haben, eines dieser Tiere (gedanklich) in seine Jackentasche zu stecken. Nach knapp vier Stunden endet der Ausflug. Danke an Darwin Expediciones. Danke an Ingrid. Es war eine Ehre. Can we stay here forever? Leider nein.

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